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Erster Band.
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Griechen. Sparta vor den Perser-Kriegen. 235

Heloten einen lange dauernden, aber unglücklichen Krieg gegenSparta, den man den dritten in esse nischen zu nennen pflegt.Hundert Jahre später stellten die Thebaner Epaminondas undPelopidas, in ihrem siegreichen Kampfe mit Sparta, die Unab-hängigkeit Mefseniens wieder her, und lähmten dadurch Sparta'SMacht für immer. Zu läugnen ist übrigens nicht, daß die Unter-drückung der Messenier und das Heloten-Wesen überhaupt für dieSpartaner auch eine nützliche Seite hatten. Gerade durch denGedanken an den inneren Feind, der sich jeden Augenblick mitfeindseligen Nachbarstaaten verbinden konnte, wurden Spartanerund Periöken am kräftigsten ermuntert, an einer Verfassung festzu-halten, durch welche jeder Spartaner zu einem Krieger gemachtund ihr Land in ein Lager umgewandelt ward.

Ein Volk, das wie das spartanische in steter Kriegsübung war,mußte mit seinen Nachbarn häufig in Streit gerathen; das lag inder Natur der Dinge, und an Gelegenheit dazu konnte eS niefehlen. Die mächtigsten Feinde der Spartaner im Peloponneswaren die Arkadier und die Argiver; mit diesen hatten sie in dernächsten Zeit mehrere Kriege zu führen. Arkadien schloß, gleichden meisten andern peloponnesischen Staaren, zuletzt ein Bündnißmit Sparta, und gerietst dadurch wie diese in Abhängigkeit; Argolisaber verlor nach langem Kampfe, um 550 v. Chr., den an Lakoniengrenzenden Landstrich Cynuria, und konnte sich nicht wieder überSparta erheben: es ging zwar nicht wie andere peloponnesischcLänder ein Bündniß mit Sparta ein, sondern schloß sich vielmehrvon allen unter dessen Leitung gemachten Unternehmungen der Pe-lopounesier aus, vermochte aber die Spartaner weder aus ihrerübermächtigen Stellung zu verdrängen, noch auch in derselben zubeeinträchtigen. Mit Ausnahme der Argiver und des kleinen Lan-des Achaja, dessen Bewohner in den nächsten Zeiten an den griechi-schen Angelegenheiten gar keinen Antheil nahmen, waren um dieMitte des sechsten Jahrhunderts vor Christo alle peloponnesischenStaaten mit Sparta verbündet. DaS Verhältniß Sparta'S zuseinen Verbündeten war so, daß es in den gemeinschaftlichen Kriegenden Oberbefehl führte, die Bundesverwaltung leitete, und, unge-achtet der gleichen Stimmen aller Staaten in dem über Krieg undFrieden entscheidenden BundeSrath, doch durch seine Übermacht