Geschichte der alten Welt.
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Nacht ward einer der Posten von der messenischen Wache verlassen,die Spartaner erfuhren dies durch einen Überläufer, und erstiegendie Burg. Noch drei Tage und drei Nächte leisteten die Messenierunter der Anführung des Aristomenes Widerstand, endlich abermußten sie erschöpft der Übermacht der Feinde und der Mißgunstdes Geschickes weichen. Aristomenes verlangte von den Spartanernfreien Abzug mit den Waffen. Dieser ward ihm gewährt, und erzog nun mit dem Nest seiner Kampfgenossen nach Arkadien (670v. Chr.). Hier beschloß er sogleich, mit den geflüchteten LandS-leutcn die Stadt Sparta zu überrumpeln, während das spartanischeHeer noch in Messenien sich befand; allein der arkadische König,der nachher zur Strafe dafür von seinen Unterthanen zu Tode ge-steinigt wurde, verrieth den Spartanern das Vorhaben des Aristo-mcnes, und machte so die Ausführung desselben unmöglich. Aristo-mcnes begab sich nun nach Zalysuö auf der Insel Rhodus. Da-magctus, ein König dieser Stadt, hatte nämlich das delphischeOrakel gefragt, wen er zur Gemahlin nehmen solle, und von die-sem die Antwort erhalten: die Tochter des größten Griechen. Ervermählte sich deshalb mit der Tochter des Aristomenes, undnahm diesen mit sich nach Rhodus. Hier starb Aristomenes baldnachher.
Die flüchtigen Messenier segelten, um sich ein neues Vaterlandzu suchen, unter der Anführung des Gorgus nach Rhegium inUn-teritalieu, bemächtigten sich von hier aus der sicilischen Stadt Zankte,und gaben derselben nach der Vertreibung ihrer Einwohner denNamen ihrer Heimath Messene, welcher in der Form Messinatiefer Stadt bis zur gegenwärtigen Stunde geblieben ist. DasSchicksal der in der Heimath zurückgebliebenen Messenier war dashärteste, das einem Volke auferlegt werden konnte: sie wurden ins-gesammt zu Heloten gemacht. Diese Härte, mit welcher die Spar-taner ihren Sieg misbrauchten, ward ihnen selbst ebenso verderb-lich, als dem besiegten Volk; denn die grausam unterdrückten Mes-senicr ließen später nie eine günstige Gelegenheit, sich gegen ihreHerren zu empören, unbenutzt vorübergehen, und die Feinde Sparta'ssuchten in ihren Kriegen aus diesem Umstand stets Vortheil zuziehen. Zweihundert Zahre nach dem Ende deck zweiten messenischenKriegs führten die empörten Messenier in Verbindung mit andern