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Griechen. Zweiter Perser-Krieg.
durch seinen Räch nützlich werden konnte, weil man, um in PersienGehör zu finden, Hofmann sein mußte. An Demaratus Stellewurde Leotychides, der nächste Thronerbe aus dem Hause derPro-kliden, auf den Thron erhoben. Mit ihm reiste Kleomenes noch-mals nach Aegina, wo man ihm jetzt keinen Widerstand mehr lei-stete, sondern auf sein Verlangen die zehn vornehmsten und wohl-habensten Bürger als Geißeln der Treue auslieferte. Kleomenesübergab dieselben, um sich an den Aegineten zu rächen, ihren größ-ten Feinden, den Athenern, zur Bewachung. Bald nachher starbdieser rachgierige, herrschsüchtige Mann iin Wahnsinn. Nach sei-nem Tode brachten die Aegineten es dahin, daß man von Spartaaus die Athener zur Auslieferung jener Geißeln aufforderte; ihremVerlangen wurde aber nicht Folge geleistet, und es brach nun wie-der ein Krieg zwischen Athen und Aegina aus, welcher bis zurErscheinung der Perser fortwährte.
2. Der zweite Perser-Krieg.
Im persischen Reich waren unterdessen die Rüstungen zu einemneuen Feldzuge nach Griechenland beendigt worden, und unter derAnführung zweier Satrapen, die an Mardonius Stelle ernanntworden waren, Datis und Artaphernes, schiffte sich im Jahr490 v. Chr. ein Heer ei», dessen Größe von den Schriftstellern desAlterthums sehr verschieden angegeben wird. Der Pisistratide Hip-pias befand sich bei demselben, um die Anführer mit seinem Rathezu unterstützen. Die Fahrt ging diesmal mitten durch den Archi-pelagus, und das Hauptziel des Zuges war Athen und die euböischeStadt Eretria. Die Letztere wurde von den gelandeten Persernnach einigem Widerstand erobert, und ihre Einwohner als Sklave»nach Asien geschickt. Von Euböa fuhren die Perser über die Meer-enge Euripus nach der Ostküstc von Attika hinüber. Die Athenerhatten gleich nach dem Fall von Eretria die Spartaner um Hülfegebeten; diese hatten zwar ihren Beistand zugesagt, konnten abererst fünf Tage später ein Heer abschicken, weil ein altes religiösesGesetz ihnen verbot, vor dem Vollmonde zu einem Kriege auszu-rücken. So waren die Athener sich selbst überlassen, und nur tau-send Bürger der kleinen böotischen Stadt Platää schlössen sich andas Heer derselben an. Dagegen lebte zum Glück für die Athener