Band 
Erster Band.
Seite
346
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Geschichte der alte» Welt.

Ali

zu bewegen, welche ihnen dann die Oberherrschaft in Griechen-land verschaffen würden. Sie antworteten ihm: „Du sprichst voneiner dir gänzlich unbekannten Sache; denn was Knechtschaft ist,das weißt dn, das Glück der Freiheit aber kennst du nicht. Hättestdu einmal die Süßigkeit derselben gekostet, so würdest du statt dei-ner jetzigen Aufforderung uns vielmehr gerathen haben, aus allenKräften für die Erhaltung unserer Freiheit zu kämpfen." Als diebeiden Spartaner in Susa vor den König geführt wurden, wollteman sie zwingen, sich dem persischen Gebrauche gemäß vor dem-selben auf die Erde zu werfen; sie thaten es aber durchaus nicht,und erklärte», daß dieses bei ihnen nicht Sitte sei, und daß sie un-ter keiner Bedingung einem Menschen auf solche Weise ihre Ehr-erbietung bezeugen würden. Als sie hierauf dem König den Zweckihrer Reise ausgesprochen hatten, schickte sie derselbe sogleich wiedernach Sparta zurück, indem er erklärte: er wolle weder gleich denSpartanern ein Verbrechen begehen, noch auch so thöricht sein, seineFeinde von der auf ihnen lastenden Blutschuld zu befreien.

Die Athener benutzten die Huldigung der meisten Inselbewoh-ner, um den Acgiuetcn, ihren alten überlegenen Feinden und Neben-buhlern, zu schaden; sie verklagten dieselben bei dem spartanischenVolk als dem Oberhaupte des dorisch-peloponnesischen Bundes, in-dem sie erklärten, daß die Aegineten sich nur darum vor den Per-sern gedemüthigt hätten, um in Verbindung mit diesen die Athenerbesiegen zu können. Die Spartaner erkannten die Beschwerde derAthener als gerecht an, und schickten ihren König Klcomcnes zurBestrafung der Aegineten ab. Dieser verlangte in Aegina die Aus-lieferung derjenigen Bürger, welche am meisten Persisch gesinnt wa-ren und zu jener Huldigung gerathen hatte»; allein die Aeginetenwurden von Demaratus, dein andern spartanischen König, insge-heim zum Widerstände angereizt, und wiesen die Forderung desKleomencs zurück. Aus Haß gegen Demaratus verdrängte Kleo-»>enes hierauf seinen Mitkönig vom Thron, indem er ihn für einenuntergeschobenen Sohn seines Vaters ausgab, und das delphischeOrakel, dem man die Entscheidung überließ, durch Bestechung aufseine Seite zog. Der abgesetzte Demaratus verließ seine Heimath,und begab sich nach Persien, wo er von Darms zwar sehr freund-lich-aufgenommen wurde, aber weder ihm noch seinem Nachfolger