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Griechen. Zweiter Perser-Krieg.
land fiel, war ein sehr großes Glück für die Athener; denn er warein ausgezeichneter Feldherr, kannte der Perser Art und Naturvortrefflich, besaß ansehnliche Schätze, und brachte vier große Schiffemit. Die beiden letzteren Umstände verschafften ihm sogleich diegrößte Bedeutung in seiner Vaterstadt; denn die Athener hatteneine so geringe Seemacht, daß sie sich gerade damals im Kampfemit den Aegineten nicht anders zu helfen wußten, als dadurch, daßsie von den Kvrinthern zwanzig Schiffe liehen; durch die Schätzeund die Schiffe des Miltiades aber kamen sie auf einmal in einganz anderes Verhältniß zu Griechenland.
Als gegen Datis und Artaphernes ein Heer gerüstet ward,erwählte man Miltiades zu einem der zehn Strategen oder Gene-rale, welche der Zahl der Phplcn entsprechend alljährlich ernanntwurden, um das Kriegswesen ;n leiten und im Kriege das Heeranzuführen. Dieses Heer zog bei der Nachricht von der Landungder Perser in Attika ihnen zwar entgegen, die Hälfte der Strategenaber wollte den Kampf mit dem weit überlegenen Heer der Feindenicht wagen, sondern einen bloßen Vertheidigungskrieg führen;Miltiades verschaffte durch das Gewicht seiner Gründe der ent-gegengesetzten Meinung den Sieg. Er rettete auf diese WeiseAthen nicht allein von der augenblicklichen Gefahr, sondern legtedurch seinen Sieg auch den Grund zu der nachherigcn Größeder Stadt.
Über die Stärke der beiden Heere, welche damals sich mit ein-ander maßen, sind die Angaben der alten Schriftsteller sehr wider-sprechend, und es läßt sich aus denselben nichts Anderes zur Ge-wißheit bringen, als daß die Perser den Athenern an Zahl weitüberlegen waren. Daß die Letzteren dessen ungeachtet ihre Feindebesiegten, daß überhaupt das kleine Volk der Griechen alle Angriffeder mehr als die Hälfte von Asien beherrschenden Perser zurück-schlugen, wird uns nicht wundern, wenn wir die verschiedene Naturder beiden streitenden Mächte ins Auge fassen. Der persische Staatwar eine bloße Maschine, in welcher Entwickelung, freie Bewegungund Begeisterung durch blinden Gehorsam und durch das Mechan-ische und Unverrückte der Einrichtungen unmöglich gemacht waren;>» ihm hing es ferner nur von dem Zufall der Persönlichkeiten und