ZZß Geschichte der alten Welt.
mit Aegina und dem Perser-Könige gewachsen sei. Bis dahin war ^der jährliche Ertrag der Silbergrnben in dem attischen BergeLaunen stets unter die Bürger vertheilt worden; Themistokles be-wog sie, diese Vertheilung so lange einzustellen, bis man von demGelde eine Flotte erbaut habe, welche groß genug wäre, um den ^Athenern das Übergewicht über Aegina zu verschaffen. Auf dieseWeise vermehrte damals Athen seine Flotte bis auf zweihundert ^Schiffe, welche freilich keine vollkommenen Kriegsschiffe waren, son-dern nur ein halbes Verdeck hatten, durch die aber ihrer großenZahl wegen Athen's Seemacht die bedeutendste in Griechenlandwurde.
Athen und Aegina waren noch im blutigen Kampfe begriffen,
" als die Griechen von den ungeheueren Zurichtungen, welche Persienzu einem neuen Feldzuge machte, Nachricht erhielten. Sie mußtenjetzt ihre ganze Macht aufbieten, um ihre Freiheit gegen diese neuevon Asien her drohende Gefahr zu schützen. Dazu kam ihnen, wieder weitere Verlauf der Erzählung zeigen wird, nichts so sehr zuStatten, als jene Vergrößerung der athenischen Flotte, und derGeschichtschreiber Herodot sagt daher mit Recht, daß der Krieg mit !
Aegina, welcher die Athener zwang eine große Kriegsflotte zu ^
erbauen, Griechenland gerettet habe.
4. Der dritte Perser-Krieg.
Darms war durch Zwistigkeiten, welche unter seinen Söhnenüber die Thronfolge entstanden waren, und durch eine in Egpptenausgebrochene Empörung an der Fortsetzung des Krieges mit denGriechen gehindert worden. Als er 485 v. Chr. starb, konnte seinSohn und Nachfolger Lerres erst nach der Unterdrückung dieserEmpörung an die Erneuerung des Kampfes mit Griechenland den- ,ke». Im zweiten Jahr der Regierung dieses Königs ward Egpptenwieder unterworfen, und nun wurden im persischen Reich vier Jahrelang die größten Kriegsrüstungen zur Eroberung von Griechenlandgemacht. Es war ein Nationalzug von ganz Asien, welchenAerresveranstaltete. Aus allen Völkern des großen persischen Reichs, von ^Indien und dem Lande der Scythen an bis zu den Grenzen Egpp- ltens und Thraciens hin, wurde ein ungeheures Heer zusammen