Band 
Erster Band.
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Griechen. Dritter Perser-Krieg- zgz

Admirals Eurybiades nach der Nordküste von Euböa gesandt,und erwartete bei dein dortigen Vorgebirge Artemisium die Ankunftder feindlichen Seemacht. Nach den Thermopylen aber zog einHeer von mehreren tausend Mann, und zugleich suchte man diedem Passe zunächst wohnenden Völkerschaften von Mittelgriechen-land auf jede Weise zur Ausdauer und zum Vertrauen auf dieGötter zu ermuthigeu. Durch die Besetzung der Thermopylen unddie am Eingang des sie bespülenden Meeres aufgestellte Flotte,ließ man ihnen durch Boten sagen, seien sie gegen die drohendeGefahr vollkommen geschützt; und obgleich die Macht der Persersehr groß wäre, so sei doch kein Grund zur Furcht vorhanden; dennnicht ein Gott, sondern ein Mensch sei es, der gegen das Vater-land heranrücke; es gäbe aber keinen Menschen, welcher Macht ge-nug habe, um das Unglück von sich abzuwenden; im Gegentheil,se mächtiger jemand wäre, um so härter Pflege der Schlag desSchicksals ihn zu treffen; es würde also gewiß auch der heran-ziehende Perser-König in seiner stolzen Hoffnung getäuscht werden.

Die persische Flotte hatte, noch ehe sie in die Nähe der griech-ischen kam, ein großes Unglück zu erleiden. Sie ward nämlich andem die südöstliche Spitze von Thessalien bildenden VorgebirgeSepias von einem Sturme überfallen, welcher drei Tage hindurchanhielt, und mehrere hundert Schiffe mit vielen Menschen ver-nichtete. Sie segelte hierauf weiter, und traf bald mit den Griechenbei Artemisium zusammen. Ehe hier beide Flotten mit einander inKampf geriethen, war Aerres mit dem Landheer bereits bei Ther-mopylä angekommen, und hatte den Kampf mit dem daselbst aufge-stellten griechischen Heere begonnen. Dies war aus Spartanern,Arkadiern, Korinthiern, Phliusiern, Bürgern von Mycenä, Böotiern,Mokiern und opuntischen Lokrern zusammengesetzt; den Oberbefehlführte der spartanische König Leonidas I-, welcher seinem Bru-der Kleomenes in der Regierung gefolgt war. Leonidas war ent-schlossen, seiner Aufgabe vollkommen Genüge zu leisten, und hattedeshalb auch die dreihundert Krieger, welche Sparta zum Heeresandte, unter seinen Mitbürgern sorgfältig auserlesen, und nur solcheMänner genommen, welche von gesetztem Alter waren und schonKinder hatten. Als Terres vor den Thermopylen ankam, war ersehr erstaunt, daß einige tausend Mann seinem ungeheueren Heere