498
Elektromagnetismus.
Pole der Volta’sehen Säule verbinden, bedingen die Stärke derelektromagnetischen Wirksamkeit auf die Nadel mit Rücksichtauf ihr elektrisches Leitungsvermctgen, welches letzteres dannwieder nach Davy hlofs durch die Masse, nicht aber durch dieGröfse der Oberiläche bedingt ist.
d. In der Regel bedient man sich zu den elektromagneti-schen Versuchen cylindrischer Leiter von Metall, deren Dicke4er Menge der durchstrcimenden Elektricität proportional ge-wählt wird, und. wozu Kupferdrähte (sogenannte silberne Cla-viersaiten) wegen ihrer Riegsamkeit und Stärke am besten geeig-net sind. In der Hauptsache ist es indefs gleichgültig, ob stattderen Metallstreifen oder hohle Röhren gewählt werden , in-dem der Unterschied in den Erscheinungen, Welche sie zuwei-len darbie^en, durch anderweitige Ursachen herbeigeführtwird
e. Dafs endlich auch die Beschaffenheit des Metalles beigegebener Dicke und Länge der Drähte auf die elektromagneti-sehe Wirksamkeit einen Einflufs haben müsse, liegt in der Na-tur der Sache. Allein auch hier fällt diese mit der Leitungsfä-higkeit für die Elektricität zusammen, in welcher HinsichtDavy 1 2 sie in folgender Ordnung vom besten Leiter anfangendan einander reihet: Silber , Kupfer, lilei , Gold, Zink, Zinn ,Platin, Palladium, Eisen, Hiermit stimmen die durch v. Yelin 3erhaltenen Resultate im Allgemeinen überein. Sind die Poleder Säule durch mehrere Leiter verbunden, so wird der Elektro-magnetismus sich in dem kürzesten und besten Leiter in unge-schwächter Stärke zeigen, wenn derselbe alle Elektricität voll-ständig überzuführen vermag, durch bedeutende Vermehrungder Länge des letzteren aber, wenn er allein die Verbindungder elektrischen Pole macht, und z. B. mit einem Multiplicatorvon 100 Windungen verbunden ist, nach Pfaff 4 5 geschwächtereWirkungen zeigen. Letzteres wird auch nach Poggendorf sdann der Fall seyn, wenn der Verbindungsdraht durch einenschlechteren Leiter der Elektricität, als Graphit, Kohle, Schwe-
1 Vergl. unten III. A. 4. n. 9.
2 Phil. Trans. 1821. II. G. LXXI. 250 ff.
3 G. LXVI. 324.
4 Der Elektromagnetismus S. 91.
5 Ebend. S. 92.