Band 
Erster Band.
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Griechen. Dritter Perser-Arieg. Z7g

rühmliche Thaten, als auch namentlich auf die Schlacht bei Ma-rathon beziehen, in welcher wir allein ein aus sechsundvierzig Völ-kerschaften zusammengesetztes Heer besiegt haben. Doch, es geziemtsich im gegenwärtigen Augenblicke nicht, über den Vorrang mitAndern zu streiten. Entscheidet hierüber nach Gutdünken, Lacedä-monier, und stellt uns hin, wo ihr wollt! Wir werden eurem Ge-bote gehorchen, und auf jeder Stelle, die ihr uns geben werdet,uns als tapfere Männer erweisen!" Nach dieser Erklärung sprachdas Heer der Spartaner den Athenern einstimmig den EhrenpostendeS linken Flügels zu.

Nachdem die Griechen und die Perser zehn Tage lang unthätigeinander gegenüber gelegen hatten, beschloß endlich MardoniuS, amelften die Griechen anzugreifen und eine entscheidende Schlacht zuliefern. In der Nacht vor diesem Tage verließ der makedonischeKönig Alexander, welcher zu der Sache der Perser kein Vertrauenmehr hatte, insgeheim das persische Lager, ritt zu den griechischenVorposten, und zeigte den Griechen den Beschluß ihres Feindes an,indem er sie zugleich darauf aufmerksam machte, daß die Perser anLebensrnitteln Mangel litten, und deswegen, wenn aus irgend einemGrunde der von ihnen beabsichtigte Kampf unterbliebe, ihr befestig-tes Lager bald verlassen müßten. Als MardoniuS am folgendenMorgen die Griechen angreifen wollte, sah er zu seinem Erstaunen,daß dieselben gerüstet waren und ihre gewöhnliche Schlachtordnunggeändert hatten; denn auf den Vorschlag des Pausanias hatten dieSpartaner ihre Stelle mit der der Athener' vertauscht, weil imHeere der Feinde die eigentlichen Perser sich dem rechten Flügelder Griechen gegenüber gestellt hatten, und die Athener mit derKampfart derselben bekannt waren, die Spartaner dagegen nicht.MardoniuS änderte nun ebenfalls seine Schlachtordnung, und zwangdadurch die Spartaner und Athener, in ihre vorige Stellung zu-rückzukehren. Auch ließ er die Griechen nur durch seine Reitereiangreifen. Diese errang einige Vortheile, und es gelang derselbenaußerdem, den Griechen ihre einzige Wasserquelle und eine auf demWege zu ihnen begriffene Zufuhr von Lebensmitteln abzuschneiden.Dadurch wurden die Griechen gezwungen, ihre Stellung zu ver-lassen; sie brachen in tiefer Nacht auf, geriethen aber auf ihremMarsche theilweise in Unordnung. MardoniuS hielt den Abzug