Griechen. Vom dritten Perser-Krieg bis z» Cimon'sTov. gg?
Partei, an deren Spitze damals neben ihm Ephialtes stand, hobsich während Cimon's Abwesenheit, und glaubte bei der Rückkunftdesselben ihm vollkommen gewachsen zu sein. Sie klagte den ge-haßten Gegner bei dem Volke an, daß er, durch den König vonMacedonien bestochen, die Gelegenheit zur Eroberung dieses Landesunbenutzt habe vorübergehen lassen; das Ansehen Cimon's waraber so fest gegründet, daß er kaum darauf zu antworten brauchte,und die Anklage von dem Volke sogleich zurückgewiesen wurde. Ja,Cimon vermochte damals sogar die Athener zur Unterstützung derin, Kampfe mit den Heloten hartbedrängten Spartaner zu bewegen.
Im Jahr 464 v. Chr. hatte nämlich ein starkes ErdbebenSparta in die größte Gefahr gebracht, und einen Aufstand derHeloten veranlaßt. Dieses Naturereigniß trat um die Mittags-stunde ein, und war so furchtbar, daß große Fclsstücke vom Tayge-tuö losgerissen, und in der Stadt Sparta fast alle Häuser zerstörtwurden. Viele jungen Leute der ersten spartanischen Familien wur-den durch den Einsturz des Gebäudes, in welchem sie geradezu gymnastischen Übungen versammelt waren, getödtet, und dieZahl aller durch dieses Erdbeben in Sparta umgekommenen Men-schen soll zwanzigtausend betragen haben. Die Heloten benutz-ten sogleich dieses allgemeine Unglück und die mit demselben ver-bundene Verwirrung, um ihre Gebieter zu ermorden und sichder Stadt und des Landes zu bemächtigen. Da jedermann nur anseine eigene Rettung dachte, so wäre ihnen dies vielleicht auch ge-lungen, wenn nicht der König Archidamus II. schnell einige Leuteum sich versammelt, und seine Mitbürger durch die Schlachttrom-pete zu den Waffen gerufen hätte. Die an strenge Kriegszuchtgewöhnten Spartaner kamen auf dieses Zeichen sogleich bewaffnetauf dem Markte zusammen, und stellten sich in Schlachtordnungauf, und die Heloten, die den Kampf mit einem geordneten Heerenicht wagen konnten, verließen bestürzt die Stadt. Sie zogen sichin das platte Land zurück, riefen hier ihre Unglücksgefährten zueiner allgemeinen Empörung auf, bemächtigten sich der messenischenBergfeste Jthome, und befestigten sie von neuem, um von ihr aussich gegen die Spartaner zu vertheidigen. Da die Mehrzahl derEmpörten Nachkommen der unglücklichen Messenier waren, so nenntman ihren Kämpf den dritten messenischen Krieg. Dieser