jfttz Geschichte der alten Welt.
selben fortan als ihr Eigenthum und die Bundesgenossen als ihreUnterthanen betrachteten. Um ihre große Macht zu gleicher Zeitin Thätigkeit zu erhalten und zu erweitern, fuhren sie, wie unterEimon's Leitung, fort, neue Unternehmungen zu machen. Siesandten zunächst zweihundert Kriegsschiffe aus, um die reiche InselEypern den Persern zu entreißen; diese waren aber daselbst kaumangekommen, als eine andere Aussicht auf Eroberung sich eröffnete.Die Egypter hatten nämlich unter Jnarus, dem Häuptling eini-ger afrikanischen Stämme, das Joch der Perser abgeworfen, undJnarus wandte sich, um die erlangte Freiheit behaupten zu können,nach Athen um Hülfe. Hier ging man auf sein Gesuch ein, undbefahl der Flotte, von Eypern nach Egypten zu segeln. Es gelangden verbündeten Athenern und Egyptern, dem zur Wiederunter-werfung des Landes herbeieilenden persischen Heere eine vollständigeNiederlage beizubringen. Die Besiegten zogen sich nach Memphiszurück, wo sie zwar zwei Drittel der Stadt alsbald verloren, indem übrigen Theile aber um so hartnäckiger sich behaupteten.
Unterdessen war Athen in Griechenland selbst in einen neuenKrieg verwickelt worden. Die Megarecr waren mit den benach-barten Korinthern in einen Grenzstreit gerathen, und hatten denpeloponnesischen Bund verlassen, um die Hülfe der Athener zuerhalten. Es )var ein Bündniß zwischen beiden Staaten geschlossenworden, und Athen hatte eine Besatzung nach Megara geschickt.Darüber brach ein Krieg zwischen den Korinthern und Athenernaus, an welchem auch Aegina gegen die Letzteren Theil nahm. DieAthener schlugen unter Myronides Anführung die Korinther, schloffenunter Leokrateö die Aeginetcn in ihrer Hauptstadt ein, und zwangendieselben zuletzt (456 v. Chr.), sich unter der Bedingung zu er-geben, daß sie ihre Kriegsschiffe auslieferten, ihre Festungswerkeschleiften und einen jährlichen Tribut zahlten. Die Spartaner,welche durch das Unglück des Erdbebens geschwächt und noch mitder Bekriegung der messenischen Heloten beschäftigt waren, bliebendabei anfangs ruhig, bald aber kam es bei einer andern Gelegen-heit zum förmlichen Krieg zwischen ihnen und den Athenern. DiePhokier nämlich griffen die Bewohner des Landes Doris an, dieSpartaner eilten ihren Stammgenossen zu Hülfe, und trieben dieErsteren aus Doris zurück. Auf dem Rückmarsch in den Peloponnes