Griechen. Vorn dritten Perser-Krieg bis zu Cimon's Tod. zgg
niit den Argivern, den Erbfeinden Sparta's, welche damals dieLage der Spartaner benutzten, um die gegen Arges von jederfeindliche Stadt Mycenä zu erobern und zu zerstören. Die demo-kratische Partei in Athen aber setzte, unter Perikles Leitung, mit leichterMuhe durch, daß Cimon gleich nach seiner Rückkehr aus Mefscnien,46 l v. Ehr., durch den Ostraeismus aus der Stadt verbanntwurde. Der messcnischc Krieg dauerte noch sielen Jabre lang fort,und die Spartaner sahen sich endlich genöthigt, einen Vergleicheinzugehen, in Folge dessen den Empörten erlaubt ward, frei undungehindert aus dem Peloponnes abzuziehen. Die Athener räumtenden auswandernden Heloten die Stadt Naupaktus ein, welche siekurz zuvor den ozolischen Lokrern entrissen hatten, und die Meffenier,die daselbst einen kleinen, unter Athen's Schutz stehenden Staatbildeten, machten sich in dem späteren Krieg zwischen Atben undSparta dem Ersteren im höchsten Grade nützlich.
In Athen traten Tolmidas und Thucpdides der Äl-tere in Cimon's Fußtapfen, sie besaßen aber weder dieselben Mittelund Talente, noch dieselben Verdienste, und hatten an Männernwie Ephialtes, Leokrates und Mpronides die heftigstenDemagogen gegen sich. Zwischen beiden Parteien bahnte der großePerikles sich seinen Weg. Er huldigte der Demokratie, aber nichtweil sie ihm Zweck war, sondern weil sie ihm als bloßes Mitteldienen sollte. Die Demokraten erhielten das Übergewicht über ihreGegner, und eine ihrer wichtigsten Maßregeln, welche sie um dieseZeit durchsetzten, war, daß sie das einzige noch bestehende aristo-kratische Gegengewicht in der Verfassung fast ganz und gar ver-nichteten. Auf den Vorschlag des Ephialtes nämlich, welchen Pe-nkles insgeheim unterstützte, wurde im Jahre der VerbannungCimon's dem Areopagus soviel von seinem Ansehen und seiner Machtentzogen, daß ihm nur noch ein Schatten seiner früheren Bedeutungübrig blieb. Der Areopagus verlor durch diesen Beschluß alle seineBefugnisse außer der richterlichen Thätigkeit, und selbst diese wurdecheilweise beschränkt; erst nach dem peloponnesischen Krieg warddie frühere Bedeutung desselben wieder hergestellt.
Athen stand um jene Zeit auf dem höchsten Gipfel seinerMacht, zumal da (um das Jahr 460 v. Chr.) auch der Bundes-schatz von Delos nach Athen verlegt wurde, und die Athener den-