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Erster Band.
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Griechen. Peloponnesischer Ärieg bis auf Perikles Tod. 427

(S. 340) gedacht worden ist. Gegen ihn erhob man die Anklage,daß er die Götter leugne und die Naturerscheinungen auf eine denLehren der Religion widerstreitende Weise erkläre. Perikles retteteseinen Freund dadurch, daß er ihm noch zeitig genug zur Fluchtaus Athen verhalf. Auch Aspasta wurde von Perikles Feinden vorGericht angegriffen; man klagte sie der Sittenlostgkeit an, und nurmit großer Mühe gelang eS dem Perikles, ihre Freisprechung zubewirken.

Nach solchen Vorgängen konnten die Peloponnesier wohl hof-fen, daß sie durch ihre erste Forderung das Ansehen des Periklesnoch mehr Herabdrücken würden. Sie scheiterten aber bei diesemVersuche, da Perikles zu fest stand, und überdies gerade setzt, beimbevorstehenden Ausbruch des Krieges, den Athenern unentbehrlichwar. Man erwiderte ihre Beschwerde über jene Tempel-Entweih-ung in Athen dadurch, daß man die Spartaner auf den Hungertoddes Pausanias in einem spartanischen Tempel und auf eine andereähnliche Verletzung des Asyl-Rechtes der Tempel durch die Spar-taner hinwies. Die zweite peloponnesische Gesandtschaft verlangtedie Aufhebung der Belagerung von Potidäa und einige andereAegina und Megara betreffende Maßregeln. Sie wurde ohne vieleUmstände zurückgewiesen. Die dritte endlich forderte die Herstell-ung der Unabhängigkeit aller den Athenern unterworfene» Staaten;auf diese gaben die Athener die Antwort, daß sie das Verlangtezu erfüllen bereit seien, wenn auch die Spartaner ihren sogenann-ten Bundesgenossen die gleiche Freiheit gewähren wollten. WeitereVerhandlungen fanden nicht Statt, und im Juli des Jahres 431v. Chr. brach der Krieg wirklich aus.

An diesem Kriege nahmen in der ersten Zeit unter Anführungder Spartaner alle peloponnesischen Staaten Theil außer Argosund den Städten von Achaja, von welchen nur Pellene sich anSparta anschloß, die übrigen aber neutral blieben; außerhalb desPeloponnes aber waren die Megareer, die Thebaner und die meistenübrigen Böotier, die Phokicr, die opuntijchcn Lokrer, zwei akarnan-ische Städte, die vor der Küste Akarnaniens gelegene Insel Leu-kadia und die epirvtische Stadt Ambracia mit den Spartanern ver-bündet. Die athenischen Bundesgenossen bestanden, außer den vielenunterworfenen Inseln und Küstenstädten des ägäischen Meeres, in