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Griechen. Pclopoinicsischcr Krieg bis aus Periklcs Tod. ^lZg
3,300,000 Tblr.) in die Staatskasse. Rechnet man dies Alles zu-sammen, so wird man leicht zugeben, daß zu keiner Zeit eine gleichgroße Masse wohlgeordneter physischer Kräfte und eine gleiche Füllevon Geldmitteln gegen einander aufgeboten, und von einer In-telligenz, wie die des spartanischen Senats und die der Führer desl athenischen Volks war, geleitet ward.
Der peloponnesische Krieg, dessen Gang hauptsächlich von denGrundsätzen, Talenten und Schicksalen der leitenden Männer beiderMächte abhing, begann im Jahr 431 v. Chr. wegen eines Vorfallsin Bvotien schneller, als vielleicht sonst geschehen wäre. In derStadt Platää nämlich, die seit der Schlacht bei Marathon mitden Athenern enge verbunden war, bestand eine Demokratie, welchenatürlich eine aristokratische Partei gegen sich hatte. Die Letztereentwarf den Plan, die Stadt mit den übrigen Böotiern, zu denensie ihrer Lage nach gehörte, und an deren Spitze das aristokratischeTheben stand, wieder zu vereinigen, um dadurch das Übergewichtzu erhalten. Sie verband sich.zu diesem Zwecke mit Theben, undin einer dunkeln Nacht zog die ganze thebanische Bürgermacht aus,um Plaiää plötzlich zu überfallen (im Mai 431 v. Chr.). Drei-hundert Thebaner, welche dieser vorauseilten, drangen mit Hülfeder Aristokraten Platää's in die Stadt ein, und bemächtigten sichderselben in der Dunkelheit, weil man ihre kleine Anzahl für einebedeutende Kriegsmacht hielt. Sie riefen eine aristokratische Ver-fassung und die Verbindung mit Theben aus, übten aber keine Ge-waltthätigkeit gegen die Führer der Gegenpartei. Die Platäererkannten beim Anbruch des Tags, wie gering die Zahl der Feindesei, fielen über dieselben her und übermannten sie. Die Dunkelheitder Nacht und ein starker Platzregen verhinderte das thebanischeHauptheer, früh genug vor Theben zu erscheinen, weil es nichtüber einen hochangeschwollenen Fluß gelangen konnte. Viele derDreihundert kamen im Kampfeum,hundertachtzig derselben aber, welchemeistens vornehmen thebanischen Familien angehörten, geriethen inGefangenschaft. Das thebanische Heer selbst konnte, da die Stadtgut bewacht war, nichts gegen dieselbe ausrichten, und zog baldwieder nach Theben zurück. Von Athen, wohin sogleich ein Eilbotegeschickt worden war, kam der Befehl die Gefangenen zu schonen;allein die Platäer hatten dieselben in der Wuth ihres Hasses bereits