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Wirkung auf Stahl.
mend. Liegt nämlich die Nadel auf der horizontalen Scheibeso, dals eine durch die Axe der Nadel gehende verticale Ebenedas Centrum der Scheibe durchschneidet, oder legt man sie mitdieser genannten zu beiden Seiten parallel, die Enden mögenüber die Scheibe überstehen oder mit ihrer Grenze zusammen-fallen , oder einige Windungen überstehen lassen, so erhältdie Nadel jederzeit zwei gleiche Pole an beiden Enden, und denentgegengesetzten in ihrer Mitte. Wenn aber die Nadel blosvom Rande der Scheibe bis in ihr Centrum reicht, so erhalt maneinen zweipoligen Magnet. Die Polarität selbst, eben wie dieganze Erscheinung, ist dem angegebenen allgemeinen Gesetzedurchaus angemessen. Ist nämlich die Richtung der Windun-gen so , dafs die Elektricität von Norden durch Osten nach Sü-den strömend , und durch Westen zurückhehrend gedacht wer-den kann, so erhalten die über ihnen liegenden Theile desStahldrahtes in Osten und Westen Südpolarität, während dieMitte einen Nordpol erhält.
19. So wie der elektrische Strom in unmagnetischen Stahl-nadeln den Magnetismus hervorruft, so mufs derselbe auch beiüberlegener magnetischer Stärke die Polarität der Nadeln umkelr-ren. Diese auf theoretischen Gründen beruhende Folgerung istdurch die Erfahrung vielfach bestätigt 1 2 .
20* Es dringt sich bei diesen Betrachtungen die Frage auf,wie es zugehen möge, dafs ein einziger kräftiger Flaschenschlagim Stahl bleibenden Magnetismus erregt, da doch die so leichtbewegliche Magnetnadel unter dem entladenen Drahte nicht die
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mindeste Wirkung zeigt. Inzwischen liegt die Beantwortungdieser Frage nicht fern, und verstattet zugleich einen beleh-renden Blick über das Verhalten der Elektricität überhaupt. Ambestimmtesten drückt sich Demoxfehrand 2 hierüber aus, wenner sagt, das Magnetisiren bestehe auf allen Fall in der Hervor-rufung einer neuen Disposition in einem Fluidum von ausneh-mender Feinheit, wozu eine Wirkung von ganz kurzer Dauerschon genügen kann, während die Ablenkung der Magnetnadelerfordert, dafs einem Körper von bestimmbarem Volumen undGewicht eine endliche Geschwindigkeit mitgetheilt werde, wozukeine, nur ein Minimum der Zeit wirkende Kraft ausreicht.
1 S. unter andern Hill in Scliweigg. J. XXXIV. 290 if.
2 Handbuch der dyuam. El. S. 130.