Band 
Dritter Band. E.
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JVlagnet und elektrische Leiter. 559

felhaft, dafs er dieses Gesetz bestimmt nuffafste, und folgendenApparat danacli construirte. In einer kleinen, im Minimo nur 87.1,5 Z. langen und 0,3Z. weiten Glasröhre ab, welche oben et-was zusammengeblasen seyn kann, und daselbst mit einem Korkeversehen ist, befindet sich oben das eine zu einem Oehre uth-geschlungene Ende eines recht blanken Silberdrahtes (Kupfer-drahtes), dessen anderes Ende k zu einem der Pole eines Elektro-motors fuhrt. In das genannte Oehr ist das Oehr eines gleich-falls sehr blanken dünnen Platindrahtes geschlungen, welchermit dem andern geraden in das im unteren Theile der Röhrebefindliche reine Quecksilber taucht. Letzteres wird durch denKork b in der Röhre festgehalten, durch dessen Mitte das blankeEisenstäbchen cd so gesteckt ist, dafs es mit dem oberen Endeetwas über das Quecksilber hervorragt, mit dem unteren vomKorke etwas entblölst ist, und hier eine_ ununterbrochene metal-lische Fortleitung zum anderen Pole des Elektromotors vermit-telst des Drahtes z siebt. Wird dann mit dem unteren Endedes eisernen oder auch stählernen Stäbchens d ein kräftigerMagnetpol in Berührung gebracht, so erhält das andere Ende cdie entgegengesetzte Polarität, und bei geschlossener galvani-scher Kette läuft der Platindraht um diesen künstlichen Magnet-pol in einer durch den elektrischen Strom und die Polarität desStabes bedinsten Richtung *. Diese zu bestimmen bedarf esnach dem einmal angenommenen Hauptgesetze keiner künstlichenDemonstration. Fis sey zu diesem Ende die Richtung des elek-trischen Stromes durch die Bezeichnung der Verbindungsdrähtek und z angegeben ; man denke sich den Apparat horizontal immagnetischen Meridiane und k im magnetischen Norden liegend,den Platindraht aber fest, so wird der Nordpol unter demselbenöstlich abweichen, dann in die Höhe gehoben werden, wie-derum westlich abweichen, herabsinken und seinen Lauf aufsNeue beginnen. Denkt man sich nun den Magnetpol fest undden Draht beweglich, so mufs dieser in entgegengesetzter Rich-tung ihn umkreisen, und diese Bewegung auch beibehalten,wenn man den Apparat in eine verticale Linie richtet. Ein ineinem kleinen Mafsstabe verfertigter Apparat dieser Art zeigt

tracbtung, scheint mir aber auf eiusr Mifskennung der eben erwähn-ten Erscheinungen zu beruhen.

1 G. LXXt. 135.