Band 
Dritter Band. E.
Seite
575
JPEG-Download
 

575

Tellurischer Magnetismus.

dünner, umwickelt ihn schraubenfürmig mit feinem überspon- Fignenen Kupferdrahte, und bindet diesen an beiden Enden mit 99.Seide fest, führt das eine Ende desselben a d herabwärts, undlöthet es bei h an eine kleine Zinkscheibe, das andere Ende b caber bei i an einen etwas platt geklopften kupfernen oder sil-bernen Fingerhuth, oder einen diesem ähnlichen kleinen Bechere, welcher mittelst zweier Seidenfäden fg an dem Federkieleaufgehangen ist, bringt den Federkiel selbst an den zwei Fädenin, n in eine horizontale Lage, und hängt ihn frei und leicht be-weglich an einem zum Tragen desselben hinreichend starken,übrigens möglichst feinen, Faden ungezwirnter Seide auf. Ambesten versieht man ferner den Zinkstreifen mit einer über seinedrei, im kupfernen Becherchen befindlichen, Kanten aufgetra-genen mäfsig dicken Lage Siegellack, und befestigt ihn in derMitte des Fingerhutes stehend vermittelst zweier hervorragenderKnüpfchen Siegellack, so dafs er mitten zwischen den Seiten-wänden des Kupfers aufrecht steht, ohne metallische Berührungmit demselben, und ohne die Communication der Flüssigkeitvon seiner einen Fläche zur andern zu hindern. Wird dannder Becher mit der oben (II. B. 3.) erwähnten Solution vonschwefelsaurem Zinke gefüllt, welche wegen ihrer hierfür hin-länglich dauernden Wirkung, und indem sie weder die Zink-platte noch auch die Seide angreift, für diesen Zweck jeder an-dern Flüssigkeit vorzuziehen ist, so wird der Apparat nach ei-nigen Schwankungen sich mit seinen Polen in den magnetischenMeridian einstellen, und die Eigenschalten einer gewöhnlichenDeciinationsnadel zeigen.

Statt des eigenen Bechers läfst sich der oben (III. C. 1) be-schriebene Erman’sche doppelte Cylinder für diesen Zweck ein-richten. Zum Mindesten habe ich selbst den angegebenen, vonfeinem Silber möglichst dünn gearbeiteten, dazu gebraucht, ihnmit einer Federspuhle versehen, welche etwa (jOMal vom Drahteumwunden ist, diese in ihrer Mitte auf ein seidenes Läppchenhorizontal über den hohlen Cylinder von Zink zwischen die F’ä-p.den a a gelegt, die Drahtenden in die Quecksilberbehälter s und 8o!

1 gesenkt, und das Ganze unter einer Glasglocke aufgehangen.

Ein genäherter Magnet bringt ihn aus seiner magnetisch polarenRichtung, in welche er sich durch den Einflufs des Erdmagne-tismus stellt.

5- Ampf.re suchte indefs darzuthun, dafs der Einflufs des