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Elektromagnetismus.
Pohl hat das unverkennbare Verdienst um die elektromagneti-schen Erscheinungen, diese Zerlegung der richtenden Kraft amvollständigsten und gründlichsten vorgenommen, auf gerade,krumme und beliebig gegen den Horizont geneigte beweglicheLeiter angewandt, und die theoretische Demonstration durchgeeignete Versuche, erläutert zu haben 1 . Unter den verschie-denen von ihm beobachteten Erscheinungen verdient insbeson-dere folgende hier eine Aufnahme.
Es folgt aus dem Gesagten nothwendig, dafs die bewe-gende Kraft des tellurischen Magnetismus auf einen geraden,in der Richtung der Inclinationsnadel gegen den Horizont ge-neigten galvanischen Leiter = 0 seyn mufs. Ist Letzterer aberum eine lotlirechte Axe in einem Kreise auf eine solche Weisebeweglich, dafs er mit derselben stets einen gleichen Winkelbildet, als welchen die Inclinationsnadel mit ihr macht, so wirddie eine der componirenden Kräfte, worein die bewegende Kraftdes tellurischen Magnetismus zerlegt werden kann, ihn zu sol-licitiren anfangen, sobald er die der Inclinationsnadel paralleleLage verläfst, und wird ihr Maximum erreichen, wenn er sichdieser diametral gegenüber im Süden befindet. Das Verhältnifsdieser von 0 bis zu einer endlichen Grölse wachsenden Kraft,welche den galvanischen Leiter im Azimuth umherbewegt, wirdsich ändern, und mit einem endlichen Werthe anfangend mehroder minder zunehmen , je nachdem der Winkel ist, welchender bewegliche Leiter mit der Inclinationsnadel bildet, den an-fänglichen Stand desselben im Norden angenommen, bis sie für90 Grade verschwindet, in welchem Falle der bewegliche Lei-ter astatisch werden würde. Um einige der vorzüglichsten Er-
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scheinungen, welche aus dieser theoretischen Betrachtung fol-gen, durch einen Versuch zu beweisen, befestigte Pohi. auf ei—'
1 G. LXXIV. 389. LXXV. 269. Die dort mitgetheilten Berech-nungen uud Versuche verdienen nach meiner Ansicht mehr Aufmerk-samkeit, als sie bei denjenigen gefunden haben, welche sich noch,später mit diesem Theile der Naturlehre beschäftigten, indem diegeometrischen Demonstrationen alle elektromagnetischen Phärromenffaus einem einfachen Principe bündig ableiten. Dafs ich sie in die-ser Abhandlung nicht anfgenommen habe, geschah deswegen, weil ichbei dem ohnehin grofsen Umfange, um niemanden zu nahe zu treten,überhaupt keinen Calcül aufnehmen wollte. Vergl. unten TheorieIV. D. 5.
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