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TelIurischer Magnetismus-
tismus zeigt, vermöge dessen sie sich mit ihrer Axe in den ma-gnetischen Meridian stellt. Der tellurische Macnetismus ist abervon der Art, dafs wir in der Richtung derInclinationsnadel un-ten einen Südpol , oben einen Nordpol anzunehmen haben. In-dem wir aber auf unserer nördlichen Halbkugel den Einflufs desletzteren vernachlässigen können, so müssen die elektromagne-tischen Leitungsdrähte durch den Erdmagnetismus so afiicirtwerden, als würde ihnen von unten ein südpolarer Magnet ge-nähert.
9- Man kann dieses durch einen um eine horizontale Axefrei schwebenden Draht leicht anschaulich machen. Ist nämlich p;,,.der mit den Spitzen x, y versehene Draht rechtwinklich so ge- 107.bogen, dafs seine Seiten lothrecht herabhängen, das Stück ab *•aber horizontal schwebt, wenn die Spitzen in die gleichmnfsigbezeichneten Quecksilberschälchen des allgemeinen Apparatesgesenkt sind, und besteht die eine Seite aß des Rectangels auseinem isolirenden Stäbchen, an welchem sich das Stück i befin-det, dessen Gewicht das des Drahtes bis auf ein Minimum nachbalancirt, so wird der letztere sich beim Durchströmen der gal-vanischen Elektricität durch den Einllufs des Erdmagnetismusbewegen. Hierbei geht nämlich die Strömung in den beidenlothrechten Seiten a a und ß b in entgegengesetzter Richtung,mithin heben sich ihre Wirkungen auf, und es bleibt also nurdie derSeite ab übrig. Wie aber die Bewegung derselben seynmüsse, folgt von selbst, wenn man nur berücksichtigt, dafs derNordpol unter dem Leitungsdrahte bei einer Strömung von Nor-den nach Süden östlich abweicht. Diesemnach ist die Aus-weichung oder die dadurch bewirkte Erhebung des Drahtes überder nordpolaren Elektricität westlich’, über der tellurisclien aberöstlich, bei einer Strömung von Süden nach Norden westlich,von Osten nach Westen südlich und von Westen nach Ostennördlich, oder, wie Demonfehhand 1 sagt, sie ist allezeit linksvon der Richtung des elektrischen Stromes. Fakaday* beob-achtete diese Erscheinungen zuerst, sein Apparat war aber min-der geeignet, die Sache auf eine leichte und sichere W eise an-schaulich zu machen.
Es folgt hieraus von selbst, dafs die oben (III. C. 5-) be-
1 Handbuch der dynamischen Elektricität. 39-
2 G. LXX1. 171.