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Elektromagnetismus.
durch einen Scliweiggerschen Multiplicator geleitet, kleinen Na-deln von den verschiedensten Substanzen eine bestimmte Rich-tung ertheile, dafs aber ein genäherter Magnet auf dieselben in dieserRichtung anscheinend nicht wirke. Diese Thatsache, welche inder «enebenen Darstellung weder zu den bisher bekannten elektro-magnetischen, noch auch den magnetischen Erscheinungen palst,verdient vor der Beurtheilung erst genauer begründet zu werden.
IV. Tlieorieen des Elektromagnetismus .
In den frühem Abschnitten sind die sämmtlichen elektro-magnetischen Erscheinungen , ohne Auslassung irgend einer mirbekannt gewordenen und für die Erklärung bedeutenden, mit-getheilt. Soll auf diese eine Theorie gegründet werden, sokann dieselbe auf eine dreifache Weise gebildet seyn, entwe-der indem man die gesammten Erscheinungen auf ein gemein-sames , aus ihnen selbst entnommenes, Gesetz 2uriickfiihrt, oderwenn man hiermit nicht zufrieden, dieses Gesetz selbst wiederauf andere Naturgesetze gründet, wonach ähnliche und ver-wandte Phänomene erfolgen, so dafs also das neu aufgefundeneGesetz mit schon bekannten zusammenfällt, oder endlich wennman das eigentliche Wesen der wirksamen Potenz und der ihreigenthümlich zukommenden Kräfte nebst ihrem gegenseitigenVerhältnisse zu ergründen sucht, ln Beziehung auf diese letz-tere Aufgabe müssen wir uns bescheiden , dafs wir bis jetzt we-der irgend einen materiellen Stoff noch eine Kraft an sich undihrem eigentlichen Wesen nach kennen, wenn anders diesesWesen nicht in den uns bekannten Eigenschaften und Wirkungs-arten derselben gegeben ist; wir dürfen daher nicht erwarten,das eigentliche Wesen des Elektromagnetismus anders zu erken-nen , als in sofern wir das oder die allgemeinen Gesetze seinerWirksamkeit ergründen. Sollen aber, nach der ersteren Be-stimmung, alle Phänomene blofs auf eine gemeinsame Regel,eine allen zum Grunde liegende Norm zurückgebracht werden,ohne dafs man das eigentliche Wesen derselben zu bestimmensich vornimmt, so ist dieses durch alle diejenigen geschehen,welche eine Theorie derselben aufzustellen versucht haben, unddieses ist bei der Einfachheit der Sache durchaus nicht schwie-rig. Obgleich hierbei von den verschiedenen Physikern ver-schiedene Ausdrücke gewählt sind, so kommen doch alle Dar-stellungen auf das Nämliche zurück, und der Vorzug der einen