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Elektromagnetismus.
Wenn nun aber bei so auffallenden Verschiedenheiten inihren Wirkungen Elektricität und Magnetismus von den scharf-sinnigsten Gelehrten für wesentlich identisch angesehen werden,namentlich von dem berühmten Entdecker des Elektromagnetis-mus , Oerste», und dem um die vollständige Bearbeitung die-ses Gegenstandes so verdienten Ampere, denen noch v.Yelin,Prechte und andere zugezählt werden können, so dringt sichnothwendig die Frage auf, wie diese von ihnen behaupteteIdentität zu verstehen und mit den augenfälligst widersprechen-den Erscheinungen zu vereinigen sey, Indefs ist eine genügendeAntwort hierauf wegen der Dunkelheiten in den gewählten Aus-drücken nichts weniger als leicht. Im Allgemeinen läfst sichinzwischen so viel als gewifs erkennen, dafs bei der behaupte-ten Gleichheit von dieser nicht in so fern die Rede sey, als obbeiden in den individuellen Arten ihrer Wirksamkeit ganz glei-che Thätigkeitsäufserungen zugeschrieben würden, welches auchin der That unmöglich wäre, sondern es soll nur beiden einund dasselbe Princip zum Grunde liegen. Leider aber kennenwir im ganzen Gebiete der Natur weder irgend einen wägbarenStoff, noch auch eine einzige sogenannte unwägbare Potenz ih-rem eigentlichen Wesen nach in ihrem ganzen Umfange, vielweniger aber irgend eine der wirksamen Kräfte, und man kannalso schon im Voraus wissen, was von einer solchen Bestim-mung über die Grandkräfte zu halten sey, welche noch dazuauf eine in den Erscheinungen selbst die auffallendsten Wider-sprüche findende Gleichheit derselben führt. Ein weit sichererWeg der Forschung war vielmehr der, von den Phänomenenauf die nächste Ursache derselben zu schliefsen, und aufdiese Weise müssen Elektricität und Magnetismus für verschie-dene Potenzen gehalten werden.
Die Vorstellungen derjenigen, welche sich zu der genann-ten Identität bekennen, sind übrigens nicht gleich. Nach Oer-STED, von Yf.lin u. a. sind die Aeufserungen beider zwar ver-schieden , allein sie zeigen so viel Uebereinstimmendes, undsind in ihrer ursprünglichen Entwickelung so innig mit einan-der verbunden, dafs sie sich auf eine und dieselbe Grundkraftzurückbringen lassen, welche sich in ihnen nur verscliiedenmodificirt zeigt. Dieser Vorstellung kann man nicht anders bei-treten , als wenn man dem ganzen, hierbei zum Grunde liegen-den Systeme huldigt, wonach alles Materielle zuletzt auf eine