Oersled’s Theorie.
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A. Oersted’s Theorie.
Diese roufs als die zuerst aufgestellte und noch mehr we-gen des berühmten Erfinders des Elektromagnetismus billigvoranstehen, kann aber wegen ihrer Einfachheit dem Wesennach mit wenigen AVorten dargestellt werden. Schon in derersten Schrift, wodurch die neue Entdeckung bekannt wurde \stellte Oersted die Hypothese auf, dafs' die Elektricität auf diemagnetischen Theilchen der Körper wirke, welche einen Wi-derstand dagegen ausübten, und dadurch in Bewegung gesetzt rwürden. Die Bewegung der Elektricität in den Leitern konntenicht anders als fortschreitend angenommen werden, und dadie Bewegung des magnetischen l’oles um den Leitungsdrahtkreisförmig erschien, so konnten beide nicht anders als in einerschraubenförmigen Umkreisung vereinigt werden, weswegenOersted der Elektricität oder vielmehr dem hierdurch erzeug-ten Magnetismus eine solche zuschrieb. Bei der Annahme vonzwei Elektricitäten sollte dann die -|- E. in ihrer Wirbelbewe-gung den Südpol des Magnetes zurückstofsen, die —- E. aberin entgegengesetzter Richtung wirbelnd den Nordpol , beideaber auf die entgegengesetzten Magnetismen gar keinen Einflufsausüben. Nach späteren ausführlicheren Erklärungen Oersted’s *ist ein Hauptsatz seiner Theorie, dafs in dem mit Widerstandverknüpften Zusammentreffen der entgegengesetzten Elektricitä-ten diese eine eigenthüniliche Wirkungsform annehmen, nachwelcher die positiv elektrische Kraft den magnetischen Südpol abstöfst, den Nordpol anzieht; die negative dagegen den Nord-pol abstöfst und den Südpol anzieht; die Bewegung beider Elek-tricitäten geschieht aber in einer Schraubenlinie, Qersted er-läutert seine Ideen durch eine graphische Darstellung. Es be-pj^.zeichnet nämlich A B eine solche in eine gerade Linie ausge-122.spannte spiralförmige Windung, deren Magnetismen von B mit-j- anfangend nach A hin in — übergehen, indem jenes die Zu-strömung der positiven, dieses dagegen der negativen Elektrici-tät bezeichnet, ln der Richtung von + aus wird dann der Süd-
1 Experimenta circa efficaoiam conflictus electrici in acnm ma-gneticam. Hafniae 21. Jul. 1820. Für die Theorie der Wirbel hatsich uufserdem hauptsächlich Woelaston erklärt. S. G. LXYIII. 32,
2 Schweigg. J. XXXII. 199. XXXIII. 123,