Pohl’s Theorie.
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es nun auch nicht geradezu für undenkbar halten, dafs von demeigentlichen 0 aus (einem geometrischen , nicht einem räumli-chen Puncte) ohne ausgedehntes, materielles Substratum, zweientgegengesetzte Kräfte nach entgegengesetzten Seiten hin wir-kend ausgehen sollen, so bietet wenigstens die Natur kein Ana-logon dar. Es läfst sich hierfür nicht geltend machen, dafs nachCoulomb jedes kleinste Stück eines Magnetes wieder ein Magnetmit zwei Polen sey, denn mit solchen durch Versuche erhalte-nen Stücken sind wir noch weit von einem Stahlatome, ge-schweige denn von einem geometrischen Puncte entfernt. Nurdann also, wenn Pohl räumliche magnetische Pole, und zwarentgegengesetzte, nach der einen Seite nordpolarische, nachder andern südpolarische in der Oberfläche des galvanischenLeiters annimmt, giebt er eine Theorie, welche der von See-beck aufgestellten gleich ist, und daher gleichen Gegengründenunterliegt.
Insofern übrigens Pohl das elektromagnetische Hauptphä-nomen blols genau bezeichnet hat, ohne jedoch durch eineTheorie die Aetiologie desselben nachzuweisen, und wennman sonach seine Bezeichnungen und E’iguren als ein Mittel derVersinnlichung betrachtet, so mufs man zugestehen, dafs erhiernach die wesentlichsten, aus demselben folgenden Erschei-nungen mit grofser Consequenz erklärt hat. Letzteres ist in derangegebenen Abhandlung nur kurz, ausführlicher aber in den
müfste imeigentlicher Weise jeden Funct als N. u. S. Pol zugleichansehen, und mithin deren unendlich viele aonehmen, welches phy-sicalisch ganz in demselben widerspruchslosen Sinne zu fassen ist, inwelchem man in der Mathematik, deu Kreis als ein Polygon von unend-lich vielen geraden Seiten betrachtet. Man wird indefs zugestehen,dafs durch das letztere llülfsmittel nur die Vorstellung eines Kreisesselbst erleichtert, und diese sinnlich darstellbarer wird. Strenge ge-nommen ist aber kein Theil des Kreises, auch nicht der kleinsteendliche eine gerade Linie, und mit derselben Strenge ist nach Pohlkein Punct des elektrischen Leiters weder ein .N. noch ein S. Pol,auch kann weder nord - noch südpolarer Magnetismus an irgend ei-nen materiellen Punct gebunden seyn, indem dieser sonst hierdurchein solcher Pol werden müfste, mithin bleibt an und um den Leiter blofsdie, die Magnetnadel bewegende, Kraft, deren Wesen und Ursprungnicht w'eiter erklärt, auf welche vielmehr blofs aus der Beobachtunggeschlossen w-ird. Insofern glaube ich es also rechtfertigen zu kön-nen, dafs dieses keine Theorie, sondern blofs eine Construction derErscheinungen ist.