668
El ektrometer.
•wendeten sich auch die Bemühungen derselben wieder auf dieVervollkommnung der Elektrometer, für welche seit Voltanichts weiter geschehen war. Marechaux machte zu diesemZweck ein sogenanntes Elektromikrometer bekannt 1 , welchesvon dem schon oben beschriebenen durch Parrot verbessertenBennet’schen Elektrometer in der Hauptsache wenig abweicht.In einem ungefähr 1,5 Z. weiten und 5 bis 6 Z. hohen Glascy-Jinder hängt ein Silberblättchen an einer kleinen Zange herab,die sich höher oder niedriger bringen läfst, je nachdem die Längedes Silberblättchens es erfordert. Auch läfst sich die Vorkeh-rung , welche die Zange trägt, horizontal bewegen, und dasSilberblättchen sich dadurch in beliebige Entfernung von einerKugel bringen. Durch den gläsernen Cylinder ist ungefähr l"über der Glasscheibe, auf der er befestigt ist, ein kleines run-des Loch gebohrt, durch welches das Ende einer Mikrometer-schraube geht, die von der Dicke eines starken Federkiels undsehr sorgfältig geschnitten ist. Sie führt ein sehr feines Ge-winde , 50 Gänge auf einen rheinländischen Zoll; die Schrau-benmutter, um alles Wanken zu verhüten, ist wenigstens -J-"lang. Das Ende dieser Schraube trägt eine kleine Kugel, dieerst darauf geschraubt wird, wenn dieses Ende durch die Oeff-nung im Glase durchgesteckt ist. Die Schraube selbst trägt eineScheibe 3,5 Z. im Durchmesser, die in 360 Theile getheilt ist,folglich jede Umdrehung noch in 360 Theile theilt, wodurchman also im Stande ist, die el. "Wirkungskreise in Achtzehn-tausendtein eines rheinl. Zolles zu bestimmen. An dem Ge-stelle, woran die Mutter der Mikrometerschraube befestigt ist,befindet sich eine kleine Säule, die über die Endscheibe derSchraube hervorragt, und eine Schneide tragt, die den Gradgenau bezeichnet.
Dieses Elektrometer dient vorzüglich dazu, um die el.Spannung sowohl einzelner Plattenpaare als auch Volta’scherSäulen zu messen, indem man, nachdem man erst das Silber-blättchen mit der Kugel der Mikrometerschraube in Berührunggebracht hat, und dann die eine Metallplatte, oder den einenPol einer Säule mit der Zange, woran das Silberblättchen hängt,die andere Platte aber, oder den Pol mit der Mikrometerschraubein Verbindung setzt, untersucht, in welcher Entfernung der
1 G. XVI. 115.