Elektrom'etrle.
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Kugel aus bei Tuncten innerhalb derselben wechselseitig auf-heben. Diese Bedingung findet aber nach den hierüber durchNewton, Poisson u. a. geführten Beweisen nur dann statt,wenn die Anziehungs- und Abstofsungskräfte dem Quadrate derEntfernung umgekehrt proportional wirken , man mag in spe-cieller Beziehung auf die Elektricität die Lage derselben auf derOberfläche der Kugel als verschwindend dünn oder von mefs-barer Dicke annehmen. Ist der Exponent jenes Verhältnisseskleiner als 2, so übt das entferntere Element Bb eine gröfsere• Kraft auf C aus, als das nähere A a; ist er dagegen grüfser als2, so wirkt Aa stärker auf C als Bb, und in beiden Fällen wirddie Elektricilät in jenem Tuncte zerlegt, und das vorher be-standene Gleichgewicht aufgehoben. Dafs übrigens dasjenige,was hier für den Punct C bestimmt ist, für alle um den Mittel-punct D liegende Puncte statt finde, versteht sich von selbst,und bedarf kaum einer Erwähnung.
Man darf somit den Satz, dafs die freien , auf der Ober-fläche leitender Körper angehäuften, Elektricitäten Abstofsunglind Anziehung im umgekehrten quadratischen Verhältnisse desAbstandes ausüben, als theoretisch begründet ansehen. DiePhysiker konnten sich indefs hiermit nicht begnügen, sondernmufsten dieses Gesetz auch durch Versuche prüfen, und diesesist wirklich von vielen auf verschiedene Weise geschehen, wozuim Allgemeinen die im vorigen Artikel beschriebenen Elektro-meter dienten. Dabei wurde im Allgemeinen vorausgesetzt,dafs die Abstofsungen und Anziehungen einander gleich sind,welches auch durch Versuche bestätigt wurde, ln gröfsererVollständigkeit ist indefs das Gesetz nur vermittelst der Absto-fsungen geprüft, weil bei den Anziehungen die angezogenenKörperchen leicht etwas Elektricität im Wirkungskreise der ge-näherten elektrisirten Körper annehmen, und dadurch unrich-tige Resultate veranlassen können.
1. Messungen vermittelst der Drehwaage.
Die durch Coulomb erfundene und viel gebrauchte Dreh-waage ist oben 1 beschrieben. Die Anwendung derselben zuelektrometrischen Versuchen ist mit sehr grofsen Schwierigkei-ten verbunden, weil sie ein aufserordentlich feines Werkzeug
1 S. Th. II. p. 591. Vergl. Gren N. J. III. 50.