Band 
Dritter Band. E.
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Elektrophor.

Feuer erhalten werden, doch nurfs das Feuer mit gehöriger Vor-sicht regiert werden, damit sie nicht anbrenne, indem hierdurchihr idioelektrisches Vermögen sehr leidet. Weil beim Aufgiefsenstets Blasen im Harze bleiben, so mufs man glühende Plattenoder am besten einen recht heifsen Stahl, wie man ihn gewöhn-lich zum Plätten der Wäsche gebraucht, bereit halten, und die-sen nahe an die Blasen bringen, ohne jedoch'das Harz zu be-rühren, damit die Blasen von der Hitze zerspringen, und diean der Oberfläche wieder flüssig gewordene Masse sich in eineEbene verbreiten. Dadurch kann man einen Harzkuchen imTeller erhalten, der der Ebene und Glätte eines Spiegels sehrnahe kommt. Es verdient jedoch bemerkt zu werden , dafs dieHarzhaut, welche sich in diesem Falle oben auf gebildet hat,und die spiegelnd glänzende Oberfläche ausmacht, sey es nun,dats ihre grölsere Cohäsion oder eine schwache Oxydation, diesie erlitten, daran Schuld ist, für die Erregung der E. durchReiben sich nicht so günstig zeigt, als wenn man diese Harz -flache durch feines Bimssteinpulver abreibt, wodurch sie zwarihre spiegelnde Glätte, aber nicht ihre Ebene verliert, und sehran Wirksamkeit gewinnt, wie namentlich der Probst Ebeklebei der Verfertigung des grofsen Elektrophors für das WienerCabinet fand 1 . Nachher im Elektrophor entstandene Risse kön-nen zur Noth gleichfalls durch Ueberfahren mit einem rechtheifsen Eisen zugeschmelzt werden.

Eine Dicke des Harzkuchens von anderthalb Linien, istbei kleineren Elektrophoren hinreichend, wie schon Volta be-merkt, aber bei gröfseren Kuchen von anderthalb bis zwei Schu-hen kann man dem Harzkuchen auch wohl eine Dicke von 4 —5 Linien geben, die bei den gröfseren Elektrophoren, wie z.B. demjenigen Lichtenberg’s schon darum nöthig ist, weil sonstder aus dem aufgehobenen Deckel hervorbrechende Funken dendünnem Kuchen durchbohren könnte, um nach der Form zugelangen.

Für gewisse Arten des Gebrauches des Elektrophors, na-mentlich bei der el, Lampe , ist an irgend einer Stelle des Ran-des ein schmaler Stanniolstreifen von einer solchen Länge, dafsder in der Mitte aufiiegende Deckel denselben mit seinem Randeberührt, auf den Harzkuchen mit etwas Hausenblase geleimt,

1 Heidmann’s vollständige Theorie der Elektricitat. I. Bd. S.54.