Band 
Dritter Band. E.
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Einrichtung desselben.

Harz, und einem Theile Wachs, und läfst diese einige Stun-den hindurch zusammen kochen, indem er am Ende etwas Men-nig zur Erhöhung der Farbe untermischt. Er bediente sich auchdes blolsen Gummilacks, anderer harziger Materien und desSchwefels. Das blofse Pech oder reines burgundisches Harz,ist weniger brauchbar, weil die Masse zu spröde wird. Dr.Ticrel giebt eine Zusammensetzung von 5 Theilen Gummilack(in Tafeln), 3 Theilen reinen Mastix, und zwei Theilen vene-tianischen Terpentin an, welche zusammen in Leinwand ge-bunden in einem neuen irdenen glasirten Geschirre bei gelin-dem Kohlenfeuer zerlassen, durch die Leinwand gedrückt, undentweder noch llüssig in die Form gegossen, oder nach dem Er-kalten gepulvert, aufgestreut und wieder zerlassen wird. Einesehr wohlfeile Mischung, die Jacquin angiebt, besteht halbaus Colophonium und halb aus weifsem Pech mit etwas Ter-pentin und Zinnober zum Färben der Masse, Der Kuchen zuLichtenuekg’s grofsem Elektrophore war aus einer Mischungvon gemeinem Harze, Terpentin und Burgundischem Pech ge-schmolzen. Der Abbe Robekt 1 fand als eine vorzüglich guteund die durchs Reiben erregte E. lange an sich haltende Masseeine Mischung aus 10 Theilen Gummilack, 3 Theilen Harz,

2 Theilen Jungfernwachs, 2 Theilen venetianischen Terpentinund -j- Theil Pech. Ich selbst fand eine Mischung aus 8 Thei-len Colophonium, 1 Theil Schellack, und 1 Theil venetiani-schen Terpentin vorzüglich brauchbar.

Die Form oder der ,Teller aa wird gewöhnlich aus einer 15ö! *runden metallenen oder auch hölzernen, mit Zinnfolie oder Sil-berpapier überzogenen Scheibe verfertigt, mit einem aufwärtsgebogenen 2 bis 5 Linien hohen Rande (nach der Dicke, dieman dem Kuchen geben will), welcher das Ablliefsen der hin-eingegossenen Harzmasse verhindert. Es muß; jedesmal so vielharzige Composition aufgegossen werden, dafs die Oberflächemit dem höchsten Theile des Randes vollkommen gleich steht,und man vom Rande des Tellers nichts als die äufsere Kantesieht. Damit aus der harzigen Masse beim Schmelzen alle Feuch-tigkeit und Luft soviel möglich verjagt werde, mufs sie in demirdenen Topfe eine hinlängliche Zeit (nach der Gröfse des Elek-trophors und der auf einmal geschmolzenen Masse) über dem

1 GoUi. Magazin für das Neueste, u. s. w. VII. Dd. 3 St. S. 87. IT.