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Elektrophor.
hielt Dr. Schaffer zufällig eine an einem hlauseidenen Fadenhängende Glocke zwischen seinen Fingern mitten über einen ge-
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riebenen Elektrophor, und sie kam in Schwingungen, die genauin der Mitlagsebene , nie nach andern Richtungen erfolgten. Erhing darauf die Glocke an einem hölzernen Stativ auf, und nunblieb sie über dem Elektrophore in völiigerRuhe, sobald er aberseine Finger auf den seidenen Faden legte , kam sie wieder inderselben Richtung zum Schwingen, und dazu war es , wie erspäter fand, schon hinlänglich, dafs die Glocke, indem er ih-ren Faden berührte, über irgend einem Puncte des Elektrophorshing. Befand sie sich dagegen dem geriebenen Elektrophorezur Seite, und berührte er ihren Faden, so geschah die Scliwung-bewegung in einer Ebene, die durch den Mittelpnnct des Elek-trophors ging, und dieses war selbst dann der F'all, wenn derElektrophor 24 Schritte weit von der Glocke entfernt wurde,sogar wenn eine Mauer oder der Fufsboden beide trennte, warder Elektrophor nur nicht isolirt, oder wurde er in diesem Falledurch eine Elektrisirmaschine verstärkt. Ohne Elektrophor wardas Auflegen der Finger auf den F’aden ohne Wirkung. Stattder Glocke konnten auch andere Körper, und statt des blausei-denen Fadens andere Fädert , Schnüre oder Ketten mit demsel-ben Erfolge gebraucht werden. Dr. Schafi ek hatte nicht ein-mal nölhig, den Faden zu berühren, woran der Körper hing, esWar hinlänglich, wenn er seirte Hand an einen The.il des höl-zernen Stativs legte , an welchem der Faden befestigt war. Sofingen drei Glocken, welche von einem Stative herabhingen,an zu schwingen, ohngeachtet seine Hand von den Seitenglok-ken 3 Fufs, und von der mittleren und dem Elektrophore 2Fufsentfernt war, die mittlere schwane in der Mittagslinie, die bei-den zur Seite in einer Ebene senkrecht auf diese *. Kann aberwohl, fragt er, eine unmerkliche Bewegung der Finger oder derHand als Grund der regelmäßigen Bewegung der Glocken ange-sehen werden, wenn sie nach diesen Versuchen von ihnenSchuhe weit entfernt sind ? Diese gänzliche Unabhängigkeit voneiner unbewufsten, gleichsam unwillkürlichen, Bewegung derHand, die etwa den Glocken mitgetheilt werden könnte, scheineauch noch auf eine überzeugende Art der Versuch mit einemStativ mit doppeltem Arme zu beweisen, an deren jedem eine
1 n. a. 0. S. 50. 51.