Band 
Dritter Band. E.
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Pendelschwingungen.

Diese Versuche, von welchen man so gut wie keine No-tiz genommen hatte, bekamen auf einmal im Jahre 1807 einneues Leben durch den bekannten Physiker Ritteh , damalsin München , nachdem dieser von einem ähnlichen angeblichenMetall-, und Wasserfühler, wie Pennet, einem gewissen Cam-nsTTi, einem tyroler Landmanne, Nachricht bekommen, unddie baiersche Regierung veranlafst hatte, zur Anstellung einerReihe von wissenschafdichen Versuchen denselben nach Mün-chen kommen zu lassen. So wurde denn dieselbe Akademieder Wissenschaften, welche schon früher die SchäfFer’schen Ver-suche zu einem Gegenstände ihrer Prüfung gemacht hatte , vonneuem in diese Sphäre mystischer Erscheinungen hineingezogen.

Durch ganz Deutschland fingen an Pende), eben nicht vonSchwefelkies (denn es war gleichgültig, welche Körper an demFaden hingen, und jeder goldene Ring, der schon in früherenZeiten nach einem superstitiösen Gebrauche in ein Glas gehalten,durch die Zahl seiner Anschläge an dasselbe, nachdem er all—mälig in Schwingung gerathen war, die Anzahl der Lebensjahreandeuten sollte, konnte dazu gebraucht werden), durch ganzDeutschland fingen nunmehr an Pendel zu schwingen, und le-bendig zu werden (wie in der ersten Nachricht von den Mün-chener Versuchen gesagt ist), und zwar nach sehr bestimmtenGesetzen , die schon voraus durch die in dieser Zeit vorzüglichherrschend gewordenen Polaritätsideen, und den polaren Ge-gensatz, den man überall verfolgte, angedeutet waren , und diesich vorzüglich durch den Gegensatz von Rechts und Links indiesen Bewegungen dem Gegensätze der Körper gemäfs, überwelchen die Schwingungen erfolgten , ausdrücken sollten, lie-ber dem Nordpole des Magnetes sollten diese mit leise anheben-den , längliche Ellipsen beschreibenden, allmälig sich runden-den Schwingungen von der Linken nach derRechten, über demSüdpole von der rechten nach der linken gehen ; über Kupferoder Silber wie über dem Südpole ; über Zink und Wasser wieüber dem Nordpole. Es sollte hierbei nicht gleichgültig seyn,ob man sich von oben herab dem Gegenstände, und zwar soviel als möglich seine Mitte haltend, oder von der Seite näher-te; im letzten Falle sollte sich nämlich das Verbältnifs dergestaltverändern, dafs z. B. die oben in Beziehung auf den Nordpol angegebene sich in die entgegengesetzte umwandelte. Aqchsollte es'nicht einerlei seyn, ob man mit der rechten oder lin-