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Dritter Band. E.
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Erde.

selbst 1 giebt an, die Mathematiker vor ihm hätten den Umfangder Erde zu 400000 Stadien gefunden, erwähnt jedoch nicht,worauf diese Bestimmung gegründet ist 2 . Archimedes 3 dage-gen erwähnt beiläufig, einige Geometer hätten zu beweisen ge-

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sucht, der Umfang der Erde betrage nahe 300000 Stadien. Dieälteste eigentliche Messung scheint die von Eratosthenes ge-wesen zu seyn, welche ihre Unvollkommenheit als Folge dergebrauchten mangelhaften Hülfsmittel durch sich selbst genug-sam beurkundet. Er sowohl als auch PosinüNius nach ihm be-dienten sich zur Messung der Sonnenhöhen einer kreisförmiggebogenen kupfernen Schiissel [(axuifrf) mit einem lothrechtenStifte, von dessen Spitze ein begrenzter Schatten auf die getheil-ten Kreise der Schüssel fiel und zur Messung der Bogen diente.En a tos tue \ es (geb. 276 J. v. C. G.) wufste, dafs das Bildder Sonne bei ihrem höchsten Stande sich auf der Wasserflächetiefer Brunnen in Syene spiegeln , dort dah$r im Zenith stehenmüsse , zu gleicher Zeit aber machte der Schatten der Sonne inAlexandrien mit dem verticalen Stifte einen Winkel, welcherden fünfzigsten Theil des Kreises betrug, also 7° 12*, und die-ses mufste die Gröfse des zwischen beiden Oertern liegendenBogens der kugelförmigen Erde seyn. Die Gröfse dieser Ent-fernung mals er nach den (nicht so ganz ungenauen) Reisebe-richten der Caravanen , und setzte ihn zu 5000 Stadien, wel-ches den Umfang der Erde = 250000 Stadien giebt 4 . Wennman diese Angabe danach corrigirt, dafs beide Oerter nicht un-ter dem nämlichen Meridiane liegen, so erhält man für den Um-fang der Erde höchst genau 5408,4 geograph. Meil., nach Eka-tosthenes selbst aber beträgt diese Gröfse 5S13 geogr. Meil 5 .I’linius nennt diese ganze Bestimmung ein „ausurn improbum ,si'd ita subtil i ralione comprehensum , ut pudeat nvn creder* , ufindet aber für den Umfang der Erde 0502 g. M., vermuthlichweil die meisten älteren Angaben noch gröfser waren, nämlichnach Aristoteles 9302 g. kl-, nach Ahcuiukdes 0976 g. M. ;

1 De Coelo. cap. 14.

2 Montucla Hist, des Math. I. 240.

3 De num. areu. j. 2, p. 212, ed. Nizze.

4 Vergl. Cleomedks Theoria cyclica. Basil. 1547. 8. cap. 10.l’lin. H. N. II, 108.

5 Schaubach a. a. O. 280. Montucla. a. a. O. I. 242. LaplaccSyst, du Monde 5me cd. p. 338.