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Dritter Band. E.
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Dreitengrademessungcn.

grofse Bequemlichkeit fiir die europäischen Seefahrer gewahrt,der zweite eine höhere kosmische Bedeutung hat, nämlich ent-weder den Pico di Teneriffa 18° 50 54” westlich von Paris ,welcher sehr kenntlich ist, weithin gesehen wird, den meistennach Südamerica, dem Cap und Ostindien segelnden Schilienzum Merkmale und Anlialtspuncte dient, und ohnehin als ersterMeridian auf verschiedenen groTsen holländischen Charten ange-nommen ist; oder diejenige Linie, welche durch die grofseAxe der Sonnenbahn gegeben wurde, als diese auf die Linieder Tag- und Nachtgleichen normal war. Die Epoche, worindieses sich ereignete, fällt in 1250 unserer Zeitrechnung, undwürde den ersten Meridian 166° 40’ östlich von Paris geben 1 .

Noch eine andere Unbestimmtheit in der Bezeichnung derLän^e zeict sich darin, dafs man vom ersten Meridiane an, wo-hin derselbe auch gesetzt wird, die Längen bald nach Ostenbald nach Westen hin zählt. Indefs ist doch so viel als Kegelfestgesetzt, dafs bei einer mangelnden Bestimmung hierüber un-ter der Länge schlechtweg die östliche verstanden wird. End-lich mufs die Bezeichnung der Länge und Breite auf einer Ku-gel etwas auffallend seyn. Sie erklärt sich indefs bald aus denVorstellungen der Alten, denen ein weit ausgedehnterer Theilder Erdoberfläche in östlicher und westlicher Richtung bekanntwar als in nördlicher und südlicher, und welche daher nach je-ner die Länge und nach dieser die Breite der Länder bezeich-nten; begründet ist aber diese Bestimmung durch Strabo ,welcher vom äufsersten Süden bis zum äufsersten Norden 29700Stadien , vom äufsersten Westen bis zura äufsersten Osten aber70COO Stadien annahm.

A. Gestalt und Grofse der Erde nach Grad-messungen.

Sobald man sich seit Aristoteles von der runden Gestaltder Erde überzeugt hatte, fand man ohne Schwierigkeit, dafssie sehr grofs seyn müsse; wie grofs sie aber seyr» möge, dieseskonnte aus begreiflichen Gründen weder so leicht noch so baldoefunaen werden, und ist erst in den neuesten Zeiten mit einem

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sehr hohen Grade der Bestimmtheit ausgemittelt, Aristoteles

1 Mon. Cor, XVIII, 31S.