878
Erde.
clie fiir diesen Theil des Ganzen die Längenbestimmungen be-sorgt haben. An diese Messung schliefst sich der durch Planaund Carlini irt Italien bis Padua gemessene Bogen an. DereTSte, aus vier Theilen bestehende Bogen hat eine Länge von565052,5 Metres bei einemUnterschiede der Länge von 174l ,, ,5lin Zeit, und giebt die Gröfse eines Längengrades = 77867,25Metres, also mit dem Meridianbogen zwischen Greenwich und
Formehtera verglichen eine Abplattung von
1
271,31
Wird der
gemessene Bogen bis zum Meridiane von Mailand verlängert,so erhält der Längengrad 77862,66 Metres, und giebt eine Ab-
* i
plattung von ■, und wenn er endlich mit der italienischem
// 0)00
Messuna von Plana und Cahlini verbunden und bis Padua ausgedehnt wird, so erhält man die Länge des mittleren Län-
1
gengrades = 77847 Metres und eine Abplattung von Es
ist merkwürdig, dafs hiernach die Abplattung ungleich gröfsererscheint, als sie aus den bei weitem meisten bisherigen Brei-tenmessungen gefunden ist, zugleich aber ist die Differenz derResultate, welche bei so sorgfältigen Operationen dennoch zwi-
11 .
sehen -■ r und —- fällt, nicht eben geeignet, das Vertrauen
.4 / X )«J 1 All*
auf diese Arten von Bestimmungen der Abplattung durch ein-zelne , auf der Oberfläche des Erdsphäroids gemessene Bogenzu befestigen 1 .
Um aus gemessenen Parallelen , verglichen mit bekanntenBreitengraden, die Abplattung der Erde zu finden, dient folgendeFormel von Puissant , wonach dieser die angegebene Excen-tricität gefunden hat 2 . Es bezeichnen <jd und i p die Breiten-grade der äufsersten Puncte des verglichenen MeridianbogensA, ferner sey P die Gröfse des im Parallel unter der Breite = Hgemessenen Bogens B, endlich e die Excentricität und a derHalbmesser des Aequators, n aber der halbe Umkreis für denHalbmesser = 1 5 so ist
1 S. Puissant in Nouveau Bullet, des Sciences. 1825. Nov. p. 161.
2 Connaissance des Tems. 1827. p. 280.