Band 
Dritter Band. E.
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Pendelbeohach tu ngeu. 887

F.i.ne andere, von Freycinet angewandte Methode des Zählensist unten beschrieben.

4. Man könnte sich zur Messung überhaupt eines gewöhn-lichen Uhrpendels bedienen. Allein weil dieses bei jeder Os-cillntion einen kleinen Impuls durch den Mechanismus der Uhrerhalt, damit es nicht still steht, dieser aber auf seinen Gangeinigen F.influfs hat, so bedient man sich eines solchen zunächstnur zur Controle und zum Zählen der Schwingungen des freienPendels.

5. Dafs die geographische Breite des Beobachtungsorteszugleich genau bestimmt werden müsse, versteht sich wohl vonselbst, und darf nur beiläufig erwähnt werden. Aufserdem aberhaben eben die neuesten Versuche dargethan , dafs die geogno-slische Beschaffenheit der Beobachlungsörter von weit gröfse-rem Einflüsse durch die örtliche Anziehung sey, als man früherVoraussetzte.

G. Bei der Berechnung der Abplattung aus den an verschie-denen Orten gemessenen Pendellängen ist folgendes zu berück-sichtigen. Es ergiebt sich zuvörderst aus den in der Folge zuerörternden Gründen, dafs die Erde, wenn man sie als ur-sprünglich flüssig betrachtet, bei ihrer Rotation eine ellipsoidi-sehe Gestalt annehmen mufste, um in den Zustand des Gleich-gewichts aller ihrer gesammten Schichtungen zu kommen. Wirdalso diese Form und die Bedingung einer überall gleichen Dich-tigkeit vorausgesetzt, so verhalten sich die Schweren in ver-schiedenen Puncten eines Meridians (oder verschiedener Meri-diane bei gleichen Breiten und unter der Bedingung einer gleich-mäfsigen Krümmung aller Meridiane) wie die fVormallinien derelliptischen Bogen, die Cubi der Normallinien aber wie dieKrümmungskreise, oder bei der Kleinheit der Bogen wie dieMeridiangrade, die Pendellängen aber verhalten sich wie dieSchweren, und somit müssen sich die Würfel der Pendellängenwie die Meridiangrade verhalten *. Man kann sich also deroben angegebenen Maupertuis 1 sehen Formel zur Berechnungder Abplattung aus den Pendellängen bedienen. Sind also diegemessenen rendellängen L und 1 die zugehörigen Breitengrade

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q> imd ip , so ist wie oben

1 Bobkesbbrgeh Astronomie S. 639.