Pendelbeobachtungen. 915
Zunahme der Länge des Secnndenpendels unter dem Pole =0,20 engl. Zoll angenommen würde, so gäbe dieses
e = 0,00865 — 0,005125 = 0,003525 = —
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Genau genommen kann dieser Einwurf aber das Vertrauen aufdie erhaltenen Resultate nicht schwächen, und dient vielmehrals ein neuer Grund der Bekräftigung. Man mufs es nämlichwohlnehmen, dafs Sabine die ersten, aller Theorie und demGanzen der gesammten Beobachtungen widersprechenden Resul-tate offen mitgetheilt hat. Die Ursache der Fehler liegt ganzentschieden in der stärkeren Anziehung des vulcanischenBodenszu St. Thomas und Ascension, wird indefs durch die entstellen-gesetzte Wirkung des leichten Erdreichs zu Maranhatn undTrinidad , desgleichen durch die correspondirende anziehendeWirkung des Quarzfelsens auf Spitzbergen wieder aufgehoben.Bliebe noch ein Theil des Fehlers zurück, so würde er die Ab-plattung geringer geben, allein dieses ist aus andern Gründennicht wahrscheinlich, und es läfst sich daher annehmen, dals dieübrigen Messungen in mittleren Breiten diesen Rest wiederauflieben.
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Ungleich schwieriger ist die Entscheidung über die zweiteBedingung der Zuverlässigkeit des erhaltenen Resultates, näm-lich die Richtigkeit der Formel, wonach aus den Beobachtun-gen die Abplattung gefunden ist. Es kommt hierbei lediglichauf die absolute Begründung des von Clairaut aufgestelltenTheorem’s an. Dieses wird unten noch näher zur Untersuchungkommen, indefs kann hier vorläufig so viel gesagt werden, dafsnach dem Urtheile der «reifsten Geometer dasselbe als unzwei-
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felhaft betrachtet wird, und unter dieser Voraussetzung darf! Sabine’s Versuchsreihe sowohl, als auch die Ableitung desEnd-t resultates aus dieser und den beiden anderen , von ihm benutz-ten, fiir so vollkommen gelten, dafs lüerdurch eine lange unter-suchte Aufgabe endlich bis zu einem hohen” Grade der Gewifs-heit gelöset ist. Künftige Versuche werden das erhaltene Re-j sultat controliren, zu welchem Ende ihnen aber ein gleicher
» Grad der Genauigkeit, als der hier benutzte, eigen seyn mufs 1 .