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Dritter Band. E.
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Erde.

steht aus Schiefer, MaTmor und Gyps, deren spec. Gew. =2,S1; 2,86 und 2,32 im Mittel 2,66 für die Dichtigkeit des Ber-ges im genäherten Werthe geben. Wird dann der Berg als einsphärisches Segment betrachtet, dessen Höhe = 1 und derDurchmesser der Basis (von Susa nach Lanslebourg) = 11 ist,so ergiebt die Rechnung die Dichtigkeit der Erde = 4,39.

B. Dichtigkeit der Erde nach Versuchenmit der Drehwaage.

Wir haben nur eine Reihe solcher Versuche, welche unterdie feinsten und schwierigsten im gesammten Gebiete der Na-turlehre gehören. Die Idee hierzu hatte zuerst Michell 1 , des-sen Apparat an Hyde Wollaston kam, und von diesem anCavendish, welcher ihn verbesserte und die bekannten Ver-suche damit anstellte. Diese hier vollständig zusammt der Me-thode der Berechnung mitzutheilen, würde zu viel Raum erfor-dern , und es möge daher nur so viel darüber gesagt werden,als hinreicht, um die Sache im Allgemeinen beurtheilen zu kön-nen, und die Erfordernisse zu würdigen, welche bei einer Wie-derholung derselben zu berücksichtigen sind 2 .

Michell’ s Apparat bestand ursprünglicli aus einem mög-lichst dünnen hölzernen Stabe mit zwei Bleikugeln an seinenEnden, und im Schwerpuncte an einem feinen Metalldrahte auf-geliangen. Durch die Elasticität dieses Drahtes mufs derWaage-balken an irgend einer Stelle frei schwebend zur Ruhe kommen,durch die Einwirkung einer höchst geringen Kraft auf die Ku-geln am Ende desselben aber aus dieser Lage gezogen werden.Letzteres mufs namentlich geschehen durch einen anziehend aufdieselben wirkenden Körper, und wenn daher die Masse, Ent-fernung auf Dichtigkeit eines solchen gegebenen bekannt ist, solälst sich aus der Stärke der Anziehung desselben, verglichenmit der auf die Kugeln gleichfalls wirkenden Schwere die Dich-tigkeit der Erde als das die Anziehung durch die Schwere be-wirkenden Körpers finden. Weil aber die geringste Kraft, nachCavendish selbst 0,00000002 der Schwere, schon Schwingun-

1 Vergl. Drehwaage Th. II, S. 591.

2. Mau findet sie vollständig in Phil. Trans. LXXXVIII. p. 469und dtiraus mit schätzbaren Anmerkungen van Gilbert in dessen Ann.d. Ph. II. 1 ff.