Band 
Dritter Band. E.
Seite
968
JPEG-Download
 

968

Erde.

nen, das durch Hutton gefundene Resultat um so wenigerabändern, und höher als 4,71143 annehmen, je genauer undallseitiger die Prüfung desselben bisher angestellt ist, uUd eben-so folgt aus den Versuchen von Cavendish kein anderes Resul-tat als 5,32, nachdem dessen Versuche und Rechnungen aufgleiche Weise revidirt sind. Die Differenz bleibt also = 0,59oder nahe des Ganzen, und um so viel bleibt also unsereKenntnifs von der mittleren Dichtigkeit der Erde ungewifs, so-bald wir beiden Versuchsreichen einen gleichen Werth zu-gestehen.

Je schmerzlicher es ist, über eine so wichtige Frage keinegrÖfsere Gewifsheit zu haben, und je geringer die Hoffnung,solche kostbare und schwierige Versuche zur Beantwortung der-selben noch einmal angestellt zu sehen, um so lebhafter inufsder Wunsch seyn, über den Werth der bereits vorhandenenmit mehr Zuversicht zu entscheiden. Gegen die von Huttonund Maskf.i.yne kann nur eine einzige Einwendung stattfinden,nämlich die Unbestimmtheit der Dichtigkeit des Berges. Eswäre nämlich möglich, dafs unter den untersuchten Felsarten nochandere von gröfserem spec. Gew. z. B. basaltische lägen, alleinnach allen Residtaten, welche die vielfachen und genauen geo-gnostischen Untersuchungen bisher geliefert haben, ist dieseshöchst unwahrscheinlich, und wollte man auch wegen gröfsererNässe und der Wirkung des Druckes der oberen Schichten aufdie unteren das spec. Gew. der Felsarten etwas höher anneh-men , so würde dadurch die mittlere Dichtigkeit der Erde nichtfüglich höher als in runder Zahl= 4,72 anzunehmen seyn. Ge-gen die Versuche von Cavendish läfst sich dagegen vieles ein-wenden. Hutton bemerkt, dafs ein so feiner und zusammen-gesetzter Apparat an sich keine absolute Genauigkeit geben kön-ne, indefs begreift man doch nicht, wie hieraus irgend einconstanter Fehler entstehen konnte, und dann müfsten sich dieDifferenzen der zahlreichen einzelnen Resultate durchaus gegen-seitig aufheben. Inzwischen könnte ein solcher allerdingsaus der mitgetheilten Erschütterung entstehen, welche an be-wohnten Orten stets stattfindet, hierdurch würden die Schwin-gungsbogen vergrößert und die Schwingungszeiten verkleinertwerden, also gäbe dieses allerdings einen constanten Feh-ler, wodurch das Resultat im Allgemeinen vergröfsert wird.Wir haben aber nach Cavendish’ s Berichte Ursache, etwas