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Dritter Band. E.
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970
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970 Erde,

mittlere Dichtigkeit der Erde so annehmen , wie sie aus dengenau berechneten Versuchen von Maskelyne und Huttonfo'gt , nämlich = 4,72. Hierfür entscheidet vorzüglich das nochkleinere Resultat, welches nach der oben angeführten AngabeCahlini aus seinen Pendelmessungen erhalten hat, desgleichendafs La Place * 1 vermittelst seiner scharfsinnigen Berechnungendie Dichtigkeit des Erdkerns = 4,761 findet, wenn die deräufseren llinde = 3 gesetzt wird, da man den letzteren Werthals der Wahrheit sehr nahe kommend ansehen kann.

V. Temperatur der Erde;

Dieser Gegenstand macht tvöhl ohne Widerrede den

Drahte, dessen Gewicht vernachlässigt werden könnte, so aufznhäu-gen, dafs ihre Mittelpuncte mit den Mittelpuncten der am Waage-balken uumittelbar befestigten Bleikugeln im Zustande der Ruhe des-selben in eine horizontale Linie fielen, dann die Schwingungen desWaagebalkens zuerst ohne die Bleimassen, und demnächst bei unver-änderter Temperatur und gleichem Barometerstände nach genähertenBleimassen zu messen. Indem die letzteren dann vermöge ihrer An-ziehung die Dauer der Oscillationen verkürzen, so liefsc sich ansdem Unterschiede der Schwingungszciten und Schwinguugsbogen dieStärke der Anziehung der Bleimassen, und hieraus die Dichtigkeitder Erde berechnen, wenn mail anders dagegen völlig gesichert ist,dafs aufser der Massen - Anziehung nicht noch eine andere, einemagnetische oder elektrische einwirkt. Eine allgemeine Methode zurBerechnung der aus solchen Versuchen erhaltenen Besnltate von II.W. Brandes findet man in Voigt’s Mag. XII. 300.

1 Mdc. Cel. T. V. p. 46. M. G. Drobisch in: de vera Lunaefigura cet. Leipzig 1826. p. 48. schlagt vor, aus der Ungleichheit derPendelschwingungen in tiefen Gruben die zunehmende Dichtigkeit derErde zu finden. So zweckmäfsig auch dieses Mittel ist, so stehen derAnwendung desselben aufser den Schwierigkeiten solcher Versuche irn Allgemeinen uoch diese entgegen, dafs man bisher nur bis zu gerin-gen Tiefen unter die Oberfläche des Meeres zu dringen vermochte(S. unten VI. B. i. A.), und die als Beispiel angenommene Tiefe von1400 F., wobei nach Ilurros's Bestimmungen der Dichtigkeit nur eineDifferenz der täglichen Pendelschwingungen von 2“,6 statt findet,dürfte daher für solche Bedingungen schwerlich erreichbar seyn, Aufser-dem aber müfste zugleich die so schwer bestimmbare negative An-ziehung der oberhalb befindlichen Masse mit in Rechnung genommenwerden, wenn man in einem Schachte eines hohen Berges sich zusolchen Versuchen herablassen wollte. Inzwischen läfst sich nichtvoraus bestimmen, ob und wie weit diese Schwierigkeiten künftignoch überwunden werden können.