Band 
Dritter Band. E.
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Erde,

diese Ansichten theilt Walmore nach Beobachtungen in denschwedischen Bergwerken *. Man sielit aber bald, dafs in denverlassenen Gruben das Wasser sich gesammelt hatte, wobeidas kältere als spec. schwerer herabsank. Eben dieses ereignetsich bei der Luft, und erklärt Moyle’s Widerspruch zurGniige,ohne jene Thatsachen umzustofsen 1 2 . Eine gleichfalls beweisendeErscheinung zeigte sich, als in der Gegend von London fiir ei-nen Brunnen eine 140 F. tiefe Thonschicht durchgraben wurde,und das reichlich quellende Wasser bleibend 12°,2 C. zeigte,ohngeachtet die dortige mittlere Temperatur nach Luke Howard nur 9°,7 nach v. Humboldt aber 10°,2 ist 3 .

Aufser den Beobachtungen in Deutschland , England undFrankreich haben wir ähnliche aus andern Ländern. Unter diegehaltreichsten gehören diejenigen, welche Fantonetti in dengoldhaltigen Minen von Pestarena di Macugnana im Thale An-zasca anstellte 4 . Die tiefen Schachte liegen in einem Berge,welcher aus Gneis besteht, und gleichsam den Fufs des Monte-Moro bildet, woran der hohe Monte-llosa grenzt. Die Schachtehaben vier Abtheilungen, deren eine tiefer als die andere istweswegen ein Schacht 500 Meters tief herabgeht, und die Luftfreien Zutritt hat. Die Messung der Temperatur geschah imWinter und im Sommer, auch wurden die Thermometer so anf-sehanceu, dafs sie die Wärme der Felsen und auch des auf denGallerieen sich sammelnden Wassers angaben.

1. Beobachtungen vom 13ten März, Temperatur im Freien= 3°,8 C.

1 Stockholm . Denksch. 1821. Jan. Vcrgl. Archires des decouver-tes 1823. p. 81.

2 Eine Zusammenstellung dieser und anderer Beobachtungen inden englischen Minen findet sich in Trans, of the Geolog. Soc. T. II.Vergl. Ann. of Phil. VI. 441. Journ. de Ph. XCV. 307. Die neuestenVersuche von Moyle in Ann. of Phil. N. LXIV. p. 259 entscheideninehr für eine Zunahme der Temperatur als gegen dieselbe.

3 Ann. of Phil. N. S. IV. 441.

4 Brugnatelli Giornalc cct. 1821. p. 467.