Band 
Dritter Band. E.
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, Temperatur im Innern.

Auf dieses Phänomen haben schon de Luc 1 , deSaussühe 2 u.a.aufmerksam gemacht, und dasselbe aus einer stets zustn'imendenErdwärme erklärt. Wäre eine solche nicht vorhanden , so hättedurch die Jahrhunderte, ja sogar Jahrtausende hindurch einwir-kende Eiskälte die Erdrinde längst bis zur Temperatur des Eisesherabsinken und erstarret seyn müssen 3 .

Obgleich also aus diesen TJiatsachen unverkennbar hervor-

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geht, dafs die Erdrinde in einer Tiefe, bis wohin die äufserenbedingenden Einflüsse der Temperatur nicht dringen, eine hö-here, und also von der Erde selbst ausgehende, Wärme besitze,so folgt doch hieraus keineswegs, dafs diese weiter nach Innenzunehme, noch weniger dafs sie nach einer aus den Beobachtun-gen folgenden Progression wachse, vielmehr könnten die ange-gebenen Erfahrungen sogar mit einem gänzlichen Erstarrtseyndes Erdkernes sehr gut bestehen, wenn man voraussetzen wollte,dafs einen solchen tief erkälteten Erdkern eine wärmere Krusteumgäbe, welche wir in den aufgegrabenen Schachten erreichen.Zugleich ist es indefs weder unmöglich, noch auch irgend einerThalsache widersprechend, der eigentlichen Erdmasse von derTiefe einer oder etlicher Meilen an eine Glühhitze beizulegen,welche die des schmelzenden Eisens noch übertrellen könnte,vielmehr würde eine solche Hypothese manche Erscheinungen,namentlich die vulcanischen, sehr gut zu erklären geeignet seyn.Auf allen l'all ist es aber vergeblich, auf die angegebenen Beob-achtungen ein Gesetz der Wärinezunalnne nach dem Centruinder Erde hin zu gründen 4 , indem wegen des Einflusses örtli-cher Bedingungen die verschiedenen Versuchsreihen so sehr ab-weichende llesultate gaben , dafs ich die auf diesem M ege er-haltenen Wertlie für eine Mittheilung nicht einmal für geeignethalte. Geberhaupt sind alle jene Beobachtungen, ihres sonsti-gen Werthes ungeachtet, nur als unvollkommene Versuche zubetrachten, welche mehr geeignet sind die eigentlichen Schwie-rigkeiten aufzudecken, als die Hauptfrage selbst zu entscheiden.Letzteres beruhet offenbar auf folgenden Bedingungen.

1 ltechercli. sur l’Atmos. II. 327. Lettres phys. et mor. I. 140.

2 Voyages cet. §. 533.

3 Vergl.J. A. de Luc d. j. in Bibi. unir. XVJII. 40.

4 Aufscr den oben mitgelheilten Angaben Ton v. Tkebaa und an-deren glaubt J. A. de Lii>c d. j. a. a. 0. dar» in 6000 F. Tief« 50« C.miultra Temperatur sey.