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Temperatur der Atmosphäre.
weit grölser als in den durch v. Humboldt angegebenen, wel-ches indefs keineswegs gegen ihre Genauigkeit entscheidet. Auel»bei derjenigen Zusammenstellung von Beobachtungen unter ver-schiedenen Breitengraden, welche durch Cotte 1 mitgetheiltist, findet das Nämliche statt.
4. Da es überflüssig seyn würde, die Zahl der Beobachtun-gen zu häufen, wenn sie nicht zur weiteren Aufklärung derSache dienen, so wähle ich nur diejenigen , aus denen ander-weitige Bedingungen des allgemeinen Gesetzes folgen. Schonaus den angegebenen ergiebt sich, dafs auch die Tagszeiteneinen Einflufs auf die Höhen haben, welche gleichen Tempe-raturdifferenzen zugehören. Bei den Beobachtungen zwischendem St. Bernhard und Turin und auch diesem Berge und Aosta sind die Höhen am Morgen um 8 Uhr am stärksten, noch auf-fallender aber zeigen sich diese um die nämliche Zeit gröfser bei
den Angaben, welche
wir deSaussÜre 2 verdanken. Dieser
beobachtete nämlich auf dem Col de Geant sechzehn Tage lang
im Monat Juli in einer
Höhe von
3400 Metern,
woraus folgende
Höhenunterschiede für
1° C. hervorgehen.
Stunden
Höhen
Stunden
Höhen
Mitternacht —
171 Met.
Mittag —-
14S Met.
2 Uhr —
189 —
2 Uhr —
140 —
4 — —
210 —
4 — —
142 —
6 — —
195 —
6 — —
141 —
8 — —
180 —
8 — —
143 —
9 — —
160 —
10 — —
157 —
Das Mittel aus allen giebt 158 Met. Höhe für 1° C. oder 81,1Toisen. Dafs diese constante Erscheinung auf ein Naturgesetzgegründet seyn müsse, kann hiernach nicht anders als wahr-scheinlich werden, indefs scheint es mir hier nicht der Ort zuseyn, auf eine Untersuchung desselben einzugehen 3 . De Saus-süre glaubt insbesondere auf diese Beobachtungen eine andereFolgerung bauen zu dürfen, welche durch anderweitige theore-
1 J. de Ph. LXVIII. 132 u. 222.
2 Voy. {. 2050. Vergl. d’Aubuisson a. a. 0. p. 437.
3 Vergl. unten Theorie. E. e. 3. Uebrigens hat schon v. Zi.cnaus der greiseren Strahlenbrechung am Morgen gefolgert, dafs umdiese Tagszeit die Wärmeabnahme geringer seyn müsse, S. Mou.Cor. XXL 115.
Sss 2