Band 
[Fünfzehnter Band.]
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England. Krieg zwischen Karl I. u. dem Parlament. AZ

I

Monate bis zum September unternahm Karl eine Menge vonKreuz- und Querzügen, und büßte eine Stadt nach der anderenein; er bewies aber überall persönlichen Muth und große Stand-hastigkcit, sogar als sein Neffe Ruprecht verzagte und ihm zu Be-dingungen rieth, die ihn mit gebundenen Händen in die Gewalt derFeinde des Königthums und jeder Art von Hierarchie gelieferthaben würden.

Im September, als Karl nach Orford zurückgekehrt war, glaubteer, daß ihm von Schottland her ein neuer Hoffnungsstrahl leuchte.Montrose war nämlich im August 1645 mit seinen Landslcuten undSoldaten, die er vorher einstweilen entlassen hatte, wieder im Feldeerschienen, und hatte bei Kilsyth ein von den Covenanters aus-gerüstetes Heer unter B aillie mit so großem Glücke angegriffen, daßer selbst über die unerwartet glänzenden Erfolge seines Sieges überraschtwar. Glasgow und die benachbarten Districte ließen nach diesemSiege ihn um seinen Schutz ersuchen; die Stadt Edinburg gab alledie Männer frei, welche als Anhänger des Königs verurtheilt wordenwaren; der Adel eilte zu Montrose und ließ sich Bestallungen geben,um im Namen des Königs Truppen werben zu können. DerKönig hatte, als diese glänzenden Erfolge von Montrose's Siegedem in England stehenden schottischen Heere verkündigt wurden,bereits alle Hoffnung so sehr aufgegeben, daß er schon am 5. Augustseinem Sohne Karl, welcher scheinbar dem von Ruprecht angeführtenHeere vorgesetzt war, geschrieben hatte, er möge, um der Gefangen-schaft zu entgehen, nach Frankreich zu seiner Mutter fliehen^). Auchdie Verbindung mit Irland, die er bisher über Bristol unterhaltenhatte, ward ihm abgeschnitten, als Prinz Ruprecht diese wichtige undreiche Stadt im Anfange des September räumte, ohne das Äußerstezu ihrer Vertheidigung versucht zu haben. Erst im Anfange desSeptember erschien Fairfar vor Bristol, und doch hatte Ruprechtnoch am 12. August dem Könige, welcher vor Hereford lag, ge-

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