Band 
[Fünfzehnter Band.]
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England. Letzte Zeit Karl's 1.

König anerkannten, so konnten sie die Vermittelung zwischen ihmund dem englischen Parlamente übernehmen. Es ward in der Thatmit diesem unterhandelt, und der König willigte in Bedingungenein, die ihm alle Macht geraubt haben würden. Er wollte dasEpiskopat aufheben, den Covenant unterschreiben, die Besetzung derhohen Staatsämter und sogar das ganze Kriegswesen auf vieleJahre dem Parlament überlassen, ja sogar eine bestimmte Anzahlseiner Anhänger diesem preisgeben. Die ganze Sache wurde jedochdurch den Einfluß der Jndependenten, sowie dadurch vereitelt, daßKarl sich weigerte, unbedingt Alles zu gewähren, was man von ihmverlangte. Es war keine Aussöhnung mehr möglich, weil das Par-lament auf eine furchtbare Weise gegen alle diejenigen wüthete,welche nicht ganz auf seiner Höhe waren.

Als man bis zum August mit dem Könige nicht einig werdenkonnte, suchte man die armen und sehr gierigen Schotten durch Gelddazu zu bewegen, daß sie den König preisgäben und England ver-ließen. Sie waren längst gezwungen gewesen, ihn zu nöthigen, daßer Orford und alle anderen noch für ihn behaupteten Städte anFairfar übergeben lasse. Bei der Übergabe von Orford war auchder jüngere Sohn des Königs, der Herzog von Jork (Jakob II ),dem Parlamente in die Hände gefallen; dieser wurde indessen baldnachher wieder in Freiheit gesetzt. Die Schotten waren mit derPartei, welche damals in England herrschte, keineswegs einig; dennsie verlangten eine presbyterianische Verfassung der Kirche und einenKönig, der wenigstens dem Namen nach an der Spitze der welt-lichen Regierung stehe, während die Jndependenten, welche in Eng-land Ton-angebend waren, keines von Beidem wollten. Man wardendlich, als die Schotten große Summen unter dem Namen vonschuldigen Rückständen erhielten, und die Engländer auf ihren Abzugaus England und auf die Auslieferung des Königs drangen, überBedingungen der Auslieferung einig, weil die Engländer sich beiden Unterhandlungen in Betreff des Königs sehr freundlich äußerten.Diese Übereinkunft kam am 11. August zu Stande. Die Schottensollten nach derselben für alle Forderungen, welche sie machten,Viermalhunderttausend Pfund erhalten, wovon die eine Hälfte beiihrem Abmarsch aus England, die andere bei ihrer Ankunft inSchottland auszuzahlen sei. Die Ausführung des geschlossenen Ver-