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Geschichte der neueren Zeit.
Frieden zum Abschlüsse. Die Bedingungen dieses Friedens waren sobeschaffen, daß man von König Karl, der sich doch von so vielenFeinden bedroht und durch großen Geldmangel gedrückt fühlte, amwenigsten hätte erwarten sollen, er werde, was er doch nachherthat, einen kaum geschlossenen Frieden muthwillig brechen. Karl'sGeldverlegenheit war so groß, daß er um jeden Preis ein Darlehenvon Cromwell zu erlangen suchte. Dieser war jedoch sehr karg undvorsichtig in seinen Ausgaben. Er verlangte das Herzogthum Bremenals Unterpfand. König Karl wollte zwar deutsche Landschaften zumPfande geben, aber nur solche, die ihm selbst nicht gehörten, und bot stattjenes Herzogthums Ne Länder Oldenburg und Ostfriesland, sowie nachhereinige holsteinische Ämter an, durch deren Annahme der englische Pro-tektor oder Dictator in große Verlegenheit gekommen sein würde.
Die einzige vortheilhafte Bedingung, welche gleich anfangs denDänen zugestanden wurde, war die, daß das schwedische Heer un-mittelbar nach dem Abschlüsse des Friedens das Land verlassen sollte.Sonst wurde den Schweden Halland, Schoonen, Bornholm, Blekin-gen und sogar ein Theil von Norwegen, Bohus-Lehen und Dront-heim, ganz abgetreten, und in Rücksicht der mit Schweden verschwä-gerten herzoglich-holsteinischen Linie und des ehemaligen Reichs-Hof-meisterö Corfitz Uhlefeld Dinge vorgeschrieben, welche dem dänischenKönige sehr widrig sein mußten. Schon in Tostrup hatte Karl fürseinen alten Schwiegervater, den Herzog von Holstein-Gottorp, dieAufhebung der mit Dänemark gemeinschaftlichen Regierung und so-gar der Lehens - Abhängigkeit von Dänemark verlangt. Die Unter-handlungen über seine Forderungen verlängerten sich nachher nochbis zum 12. Mai; und wenn auch wegen des schleswig-holsteinischenAdels, ohne den, wie man behauptete, sich darüber nichts festsetzenlasse, die gemeinschaftliche Regierung bestehen blieb, so wurde dochAnderes zugestanden. Dänemark erklärte Schleswig frei vom Lehens-Derbande, trat das Amt Schwabstedt ab, und behielt im Domstiftevon Schleswig nur eine einzige Präbende. Was die beiden BrüderUhlefeld, Ebbo und Corfitz, betrifft, so wurden diese in Betreffihrer Forderung an König Friedrich ebenfalls befriedigt. An Corfitzsollten, zufolge des vierundzwanzigsten Artikels des Noeskilder Frie-dens, alle seine Güter und sein ganzes, von den Dänen eingezogenesVermögen zurück gegeben werden.