Band 
[Fünfzehnter Band.]
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Holland. Frieden mit Spanien.

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hatten sich aber durch den Vertrag mit ihnen nicht für verbundengehalten, sie zu unterstützen. Sie hatten, obgleich sie allerdings nichtoffen dem Bunde mit Frankreich entsagen konnten, schon seit 1646allein mit den Spaniern unterhandelt, um nicht die übertriebenen,auf Enghien's Siege gegründeten Forderungen Frankreich's unterstützenzu müssen. Die Spanier gaben den Holländern gern in vielenDingen nach, damit sie wenigstens desjenigen Feindes entledigtwürden, der ihre Colonicen eroberte, ihre Silberflotten wegnahm,ihre Seemacht und ihren Handel vernichtete. Spanien erkanntenn westphälischen Frieden die Republik der sieben Provinzen endlichals unabhängige europäische Macht an. Es trat ferner bedeutendeLandstriche und Städte in Flandern, Limburg und Brabant an Hol-land ab, dessen schon an sich verworrene, den neuen Verhältnissenunangemessene Verfassung dadurch noch verworrener ward. DieGeneralstaaten der plutokratisch-aristokratischen Republik erhielten näm-lich jetzt viele Unterthanen und ein bedeutendes Gebiet, dessen bewohntePlätze nicht zu den mitregierenden, sondern zu den gehorchendenStädten gehörten. Diese Städte waren: Slups, Arel, Philippine,Sas van Gent, Hülst, Bergen op Zoom, Breda, Ipern, Grave undMaastricht. Man nannte die damals an die sieben Provinzen abge-tretenen Orte und Landstriche die Generalitäts-Lande (s. Th.XIV, S. 34). Die Engherzigkeit einer rein plutokratischen Regie-rung bewiesen die Holländer dadurch, daß Spanien im Friedensver-trage versprechen mußte, die Scheide zu schließen, um der StadtAmsterdam zu Gefallen den Handel von Antwerpen zu Grunde zurichten. Dies war freilich einer Regierung ganz würdig, welchevorher, um sich das Monopol und den hohen Preis der Gewürzezu sichern, den Anbau derselben auf vielen Inseln hindern, jährlicheinen großen Vorrath derselben verbrennen und die Engländer,welche dieses Monopol beeinträchtigten, auf Amboina unter so schau-derhaften Grausamkeiten morden ließ, daß Cromwell noch nachlangen Jahren nöthig fand, die Holländer dafür zur Rechenschaft zuziehen (s. S. 240). Die Spanier mußten im Frieden von Münsterendlich noch versprechen, sich in Ostindien nicht weiter auszubreitenund die vielen dortigen Besitzungen, welche ihnen und den Portu-giesen entrissen worden waren, in der Gewalt der Holländer zulassen. Übrigens waren die Letzteren während des Krieges auch in