Band 
[Fünfzehnter Band.]
Seite
527
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England. Jakob 1l in der ersten Zeit. 527

herleitete, und hatte deshalb auch die vollständige Ausrüstung fürfünftausend Reiter und Fußgänger mitgebracht. Unmittelbar nachseiner Landung erließ er ein Manifest, in welchem er erklärte, daßer das Recht, das er als Königssohn an den Thron habe, demAnsehen, der Weisheit und Gerechtigkeit des Parlaments anheim-stelle, und daher vorerst nur als General-Kapitain der protestanti-schen Heeresmacht in England auftrete. Da in Dorsetshire unddem benachbarten Devonshire die Zahl der Republikaner sehr großwar, so hätten sich vielleicht, wenn er seiner Erklärung treu ge-blieben wäre, viele Leute um ihn gesammelt; allein er brach schonsechs Tage nachher das öffentlich gegebene Versprechen, nur aufden Rang eines Generals Anspruch zu machen. Zu diesem Schritteließ er sich durch die ihn umgebenden Schmeichler und durch dieglänzende Aufnahme bewegen, die er in der Stadt Taunton fand.Er nannte sich als König Jakob II.; seine Anhänger aber gabenihm, um Misverständnisse zu vermeiden, den sonderbaren NamenKönig Monmouth. Von Taunton marschirte er nach Bridgewater,wo er ebenfalls freudig aufgenommen wurde, weil dort nicht, wiein den meisten anderen Städten (s. S. 518 f.), der Magistrat nachdem Belieben des Königs Karl geändert worden war. Als er vonBridgewater weiter zog, hatten sich zwar etwa sechstausend Mannum ihn gesammelt; die mitgebrachten Waffen reichten aber für dieseZahl nicht aus, und die Leute mußten sich zum Theil mit Pikenund Sensen bewaffnen. Monmouth's Schaar konnte es unmöglichmit der regelmäßigen Landwehr, welche von allen Seiten gegen sieherangeführt wurde, aufnehmen, noch viel weniger aber mit denschon unter Karl II. errichteten stehenden Truppen, welche vonChurchill (dem nachherigen Herzoge von Marlborough)und von Feversham befehligt wurden. Monmouth ward, alser weiter marschirte, weder in Bristol noch in Bath eingelassen.Er zog darauf einige Zeit hin und her, bis ihn das königlicheHeer ereilte und am 6. Juli bei Sedgemoor angriff. SeineSchaar wurde geschlagen, er selbst nebst seinem UnterbesehlshaberLord Grey gefangen genommen und nach London gebracht.

Monmouth war, wie man sagt, auf dem Schlachtfelde nichtfeige gewesen; in der Gefangenschaft dagegen bewies er sich, wieer stets gethan hatte, niederträchtig und verächtlich. Er schrieb gleich