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Geschichte der neueren Zeit.
großartigem Sinne ist, daß er solchen Männern seine Achtung ge-währte. Unter ihnen sind besonders Carnot, Lanjuinais undLafayette hervorzuheben. Sie handelten, soweit sie sich an dasBonapartische System anschlössen, aus Patriotismus, und weil sieeine Dictatur für nöthig hielten; aber sie blieben dabei ihrer Über-zeugung treu, und traten mit Furchtlosigkeit gegen jeden Versuchauf, die alte Monarchie und ihre Gebrechen wieder herzustellen.
Die entschieden autokratische Richtung, welche jBonaparte nachund nach annahm, wurde auch durch den Widerstand gefördert, dendie unverbesserlichen Royalisten, die schwärmerischen Demokraten unddie docirinären liberalen Schwätzer der Pariser Salons ihm zuleisten suchten. Die letztere Klasse von Leuten, die sich in den Sa-lons der Frau von Staöl und in anderen eleganten Gesellschaftenumhertrieb, und bei der besonders Benjamin Constant das großeWort führte, war dem ersten Consul doppelt zuwider, weil er alspraktischer Mann alles Schulmäßige und Theoretische, oder, wie ersich ausdrückte, alle Ideologie haßte. Schaden konnten diese eitelnliberalen Schwätzer nur in so fern, als sie durch ihr Gerede dieThatsache aus Licht brachten, daß die von Bonaparte beabsichtigteNegierungsart in der Wirklichkeit ganz anders aussah, als in seinenErklärungen über sie. Es war daher ein Misgriff von SeitenBonaparte's, daß er auch diese Klasse von Leuten die Willkürlichkeitenseiner polizeilichen Regierung empfinden ließ. Die Frau von Staölward, nachdem er sie blos wegen ihrer Verbindung mit der vor-nehmen Welt von Paris noch eine Zeitlang geduldet hatte, amSchlüsse des Jahres 1803 verbannt. Sie erhielt dadurch in den Au-gen der Welt eine größere Bedeutung, als sie verdiente, und sie ver-fehlte nicht, diese noch durch ein Buch über ihr Eril zu verstärken, inwelchem die Verbannung einer genialen Modedame wie ein National-Nnglück dargestellt wird. Was die Demokraten und die Royalistenbetrifft, so hatten Beide in ihrer Verblendung für alles das, wasBonaparte Wohlthätiges schuf, weder Sinn, noch Verständniß.Die Einen wollten nur einen Brutus haben, der ihre utopische Frei-heit herstelle. Die Anderen meinten, Bonaparte solle, wie einst Monkin England (s. Th. XV., S. 392 ff.), sich dazu hergeben, dem im Aus-lande lebenden Prätendenten, der sich Ludwig XVIII. nannte, denWeg zu bahnen. Daß übrigens Bonaparte seine Geschäftsmänner