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Frankreich u. Rußland 1803 u. 1804.
düng seines Vaters. Rußland antwortete am 21. Juli durch eineNote, in welcher die Fortdauer seiner Freundschaft mit Frankreichan die Bedingung geknüpft war, daß Bonaparte Hannover räume,dem Könige von Sardinien eine Entschädigung füv Piemont ge-währe, und in Gemeinschaft mit Aerander die italiänischen Ange-legenheiten ordne. Auf diese Note erfolgte eine Antwort, bei dersich wieder nicht verkennen läßt, daß sie vorn Kaiser Napoleon selbstausgegangen ist. Jetzt hörte der Verkehr zwischen Rußland undFrankreich auf, und wenn es auch erst später zu einer Kriegserklärungkam, so geschah dies doch nur aus dem Grunde, weil Rußland mit derneuen Coalition, welche England damals betrieb, noch nicht fertig war.
Im deutschen Reiche hatte zwar Kaiser Franz auf BeweibenRußland's endlich einen Schritt gethan, um die Verletzung desReichsgebietes nicht ungeahndet zu lassen. Dies geschah jedoch nurzum Scheine, und ward deshalb auch sogleich beim französischenKabinet durch die Erklärung entschuldigt, daß man die Sache zweiMonate lang zu vertagen wissen und dadurch der Vergessenheitanheim geben werde. Außerdem bewog Talleyrand die badischeRegierung vermittelst ihres Gesandten in Paris, des Herrn vonDalberg, beim Reichstage auszusprechcn, Frankreich habe ihr sogenügende Auskunft über die Sache gegeben und sich überdies beider deutschen Theilungsangelcgenheit um das Reich so verdient ge-macht, daß man der von Rußland eingereichten Note keine weitereFolge geben dürfe. Mit dieser Erklärung des zunächst betheiligtenReichsstandes erhielt die ganze Sache ihr Ende.
Unterdessen verfolgte Napoleon seinen Plan einer Landung inEngland, mochte dieser nun ernst gemeint sein oder nicht, mit rast-loser Thätigkeit. Er ließ an der West- und Nordküste von Frank-reich großartige Befestigungswerke anlegen, Tausende von plattenFahrzeugen zusammenbringen, Vorräthe über Vorräthc aufhäufen,alle Kriegsschiffe bereit halten, eine Heeresmasse von zweimalhundert-tausend Plann ausrüsten und dieselbe zum Dienste auf der Seeeinüben. Allen diesen kolossalen Anstalten lag jedoch, nach unsererÜberzeugung, nur scheinbar die Absicht einer Landung in Englandzu Gründe. Der wirkliche Zweck war ein ganz anderer. EinesTheiles sollten die Engländer in Schrecken gesetzt und zu Gegcn-anstalten genöthigt werden, welche ihrem Handel und ihren Gewer-