Band 
[Achtzehnter und neunzehnter Band.]
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II. Europa in -er Ieit vom Preßlmrger Friedenan bis zum Ende -es östreichischen Krieges -erFranzosen.

1. Politische Verhältnisse bis zum Beginne des Kriegeszwischen Preußen und Frankreich.

9^ach dein Preßburger Frieden blieben die französischen Truppennicht nur im südlichen Deutschland vertheilt, sondern sie hielten auchdie östreichische Stadt Braunau besetzt. Den Verwand dazu nahmNapoleon von dem Umstände, daß die Russen sich weigerten, dievon ihnen besetzten dalmatischen Plätze, besonders Cattaro, zu räu-men. Östreich und Preußen waren also zu gleicher Zeit von denFranzosen bedroht; jedoch ging aus allen Umständen klar und deut-lich hervor, daß Napoleon es zunächst auf die Demüthigung Preu-ßen's abgesehen habe. Für das Schicksal dieses Staates kam jetztAlles darauf an, ob die Friedensunterhandlungen, welche Rußlandund England mit Frankreich angeknüpft hatten, einen Erfolg habenwürden. Alexander von Rußland und sein Minister des Aus-wärtigen, der Fürst Georg Adam Czartorinsky, waren zumFrieden geneigt, weil sie auf die Moldau und Wallachei Absichtenhatten. Sie schickten daher im Anfange des Zuli 1806 ihren frü-heren Geschäftsträger in Frankreich, Oubril, wieder nach Paris,wo sich damals bereits Lord Aarmouth als englischer Bevoll-mächtigter befand. Am Ende war es jedoch weder den Russen undEngländern, noch auch dem Kaiser Napoleon ernst mit dem Frieden.Napoleon hatte bei den Unterhandlungen wahrscheinlich keine andere