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Geschichte der neueren Zeit.
auf nichts eingehen, bevollmächtigte aber gleich darauf seinen kaltenDüroc, den Antrag zu benutzen, um den preußischen König ver-mittelst seiner Unterhändler in eine Falle zu locken. Düroc stelltedie härtesten Bedingungen auf. Der König verstand sich wirklichdazu, diese anzunehmen; er hatte aber mittlerweile (25. Oktober)einen eigenhändigen Brief an Napoleon geschrieben, welcher vonsolcher Verzagtheit zeugte, daß man glauben mußte, er werde sichauch zu noch Härterem entschließen. Man hielt daher seine Abge-sandten in Berlin so lange mit der Antwort hin, bis die Umständeund seine eigene Ängstlichkeit ihn zwingen würden, sich das Härtestegefallen zu lassen. Dieser Zeitpunkt trat ein, als die treulosenGenerale und Festungs-Commandanten ihren König wehrlos zumachen begannen, und als zu gleicher Zeit die Polen, von Dom-tz rowsky aufgerufen, ein Heer gegen die Preußen aufstellten. Derschwache König, der sich am 7. November durch einen zweiten Briefdem übermüthigen Sieger geradezu zu Füßen geworfen hatte, wardamals noch immer von England verlassen und folglich ganz alleinauf die Russen angewiesen, deren erstes Heer in der Mitte desNovember an der Weichsel ankam. Jetzt nahm daher der fran-zösische Kaiser seine früheren Forderungen wieder zurück, und ließden beiden Gesandten Friedrich Wilhelm's einen Waffenstillstands-vertrag vorlegen, welcher die härtesten Bedingungen enthielt. Talley-rand mußte sogar noch ausdrücklich hinzufügen, daß dieser Vertragkeine Einleitung zu einem Frieden mit Preußen sein solle, weilFrankreich nur mit Rußland, England und Preußen zugleich Friedenschließen werde. Lucchesini und Zastrow scheuten sich nicht, denihnen vorgelegten Vertrag am 16. November zu unterschreiben, undDüroc reiste hierauf zum Könige, um dessen Bestätigung zu holen.Diese würde auch ertheilt worden sein, wenn nicht glücklicher Weiseandere Einflüsse auf den König augenblicklich stärker gewesen wären,als der Rath eines Haugwitz und ähnlicher Leute. Am 22. No-vember verweigerte Friedrich Wilhelm dem französischen Abgeord-neten seine Unterschrift. An demselben Tage erklärte er demrussischen Gesandten, daß er das großmüthige Anerbieten desKaisers Alexander, ihm mit seiner ganzen Macht zu Hülfe zueilen, annehme.