Band 
[Achtzehnter und neunzehnter Band.]
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Geschichte der neueren Zeit.

mit zwölftausend Mann zu Hülfe geschickt'; Gustav beleidigte aberdurch sein Benehmen gegen den englischen Gesandten auch noch deneinzigen Bundesgenossen, den er hatte, und die Engländer selbstglaubten schon im Juli ihre Truppen auf der pyrenäischen Halb-insel besser verwenden zu können.

Der unglückliche Gang des Krieges führte in Verbindung mitdem ganzen Benehmen eines Königs, welcher in allen seinen Hand-lungen die Spuren des Jrrseins zeigte, in Schweden eine Katastropheherbei. Der Adel glaubte nämlich, daß eine Verschwörung gegendie Person des Königs nothwendig sei, um das Reich zu retten.Diese Verschwörung nahm jedoch chicht, wie die gegen Gustav III.,einen blutigen Ausgang, weil der unglückliche König gleich anfangsvon jedermann aufgegeben wurde. Schon im December 1808 ver-abredete eine Anzahl schwedischer Officiere und anderer Edelleuteden Sturz des Königs. Diese Verschwörung breitete sich bald überalle im Felde stehenden Heeresabtheilungen aus, und konnte schonim März 1809, ohne daß ein Tropfen Blutes vergossen ward, inAusführung gebracht werden. An der Spitze stand der BaronAdlersparre, Oberstlieutenant in dem gegen die Dänen ausge-sandten, von Cederström befehligten Heere. Adlersparre nahm imAnfange des März seinen General, dem man nicht traute, gefangen,und brach dann mit dreitausend Mann nach Stockholm auf, nach-dem er sich vorher von den Dänen das Versprechen hatte gebenlassen, daß die Entfernung jener Truppen nicht zu einem Angriffewerde benutzt werden. Das kleine Heer der Unzufriedenen wuchsauf dem Marsche bedeutend an. Der König aber, der sich auf demSchlosse Haga befand, erhielt von der ganzen Sache erst am 12.März Nachricht, als Adlersparre nur noch etwa fünfzehn Meilenvon Stockholm entfernt war. Er eilte zwar sogleich in die Haupt-stadt, traf aber dort nur verkehrte Maßregeln gegen die Verschwo-renen. Schon am Morgen des folgenden Tages (13. März) wurdeer daher von dem General Adler kreuz, dem Feldmarschall Kling-spor, dem Oberst Silbersparre und mehreren anderen Officie-ren ohne die geringste Schwierigkeit verhaftet. Diese Officiere batenhierauf sogleich seinen Oheim, den Herzog Karl von Süder-mannland, noch einmal die Rolle zu spielen, welche er bei Gu-stav's III. Tode gespielt hatte (s. Th. XVII., S. 272). Karl folgte